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Planung für Ausbau und Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn startet

Land, Landkreise und Deutsche Bahn investieren 42,9 Millionen Euro in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Bodenseegürtelbahn.

Die Planungen für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn gehen in die nächste Phase. Am 10. November 2025 haben das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Konstanz und Bodenseekreis sowie die Deutsche Bahn im Überlinger Rathaus die Finanzierungsvereinbarung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung unterzeichnet. Die Partner insgesamt 42,9 Millionen Euro für die Planung bereit. Das Land übernimmt 50 Prozent der Kosten, der Bodenseekreis 30 Prozent und der Landkreis Konstanz 20 Prozent.

Ziel des Projekts ist ein moderner und klimafreundlicher Nahverkehr in der Bodenseeregion. Elektrotriebwagen sollen die bisherigen Dieselzüge ersetzen. Geplant sind mehr und zuverlässigere Verbindungen, barrierefreie Stationen sowie drei zusätzliche Haltepunkte. Die Infrastrukturmaßnahmen umfassen die Elektrifizierung der gesamten Strecke mit Oberleitung, den zweigleisigen Ausbau mehrerer Abschnitte und den Umbau der Stationen.

Als Nächstes wird ein Generalplaner ausgeschrieben, der die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Danach folgen Ausschreibungen für Gutachten zu Schall, Erschütterungen und Baugrund. Die Deutsche Bahn setzt dabei auf die digitale Planungsmethode BIM (Building Information Modeling). Auf dieser Basis entstehen die Unterlagen für die Planfeststellung beim Eisenbahn-Bundesamt.

Die Gesamtkosten des Projekts werden derzeit auf rund 650 Millionen Euro geschätzt (Preisstand 2022). Nach Abschluss der Entwurfsplanung erfolgt eine Aktualisierung.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: „Mit der heutigen Unterzeichnung bringen wir die Planung für den Ausbau der Bodenseegürtelbahn einen entscheidenden Schritt voran. Damit sind der Ausbau und die Elektrifizierung aufs Gleis gesetzt. Durch die Elektrifizierung der Strecke schließen wir die letzte Lücke zwischen Hochrhein, Bodensee und Oberschwaben.“

Auch die Landräte Luca Wilhelm Prayon und Zeno Danner sehen das Projekt als „Jahrhundertprojekt“ für die Region. Die Finanzierung sei eine große Kraftanstrengung, die nur gelingen könne, wenn der Bund die Hauptverantwortung für die überregionale Strecke übernehme.

Dr. Clarissa Freundorfer von der Deutschen Bahn kündigte einen engen Dialog mit der Region und den Projektpartnern an.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier. 

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