Online-Veranstaltung -
MOBILOTSIN-online: Radverkehr und ÖPNV-Haltestellen
Auch wenn sich viele Bahnhöfe auf den ersten Blick ähneln, so ist doch jeder Bahnhof einzigartig. Genau hier – an unterschiedlichen Topografien, Geschichten, Stadtgesellschaften und Akteurskonstellationen – setzt das Team Stationsentwicklung an, um konkrete Herausforderungen anzugehen. Es entwickelt gemeinsam mit den Menschen, die die Stationen betreiben, nutzen und prägen, Lösungen vor Ort. Nur durch die Vielfalt an Perspektiven – sei es von Eigentümer:innen, Kommunen und Sicherheitsbehörden bis hin zu Reisenden – kann eine Station ihr volles Potenzial entfalten.
Eine dunkle, ungepflegte und anonyme Station wirkt oft unübersichtlich und unsicher. Ein belebter Ort dagegen schafft Orientierung und Vertrauen. Das Team bringt unterschiedliche Akteur:innen an der Station zusammen. Gemeinsam schauen sie auf die Situation vor Ort, benennen Probleme und Zielgruppen, entwickeln Lösungen, die sie direkt umsetzen und erproben. So entsteht eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung: Wer sich beteiligt, fühlt sich zuständig. Das stärkt Pflege, Sicherheit und Nutzung – und damit auch das Erscheinungsbild der Station.
Zielbild des Landes Baden-Württemberg ist es, Bahnhöfe und Haltepunkte im Land weiterzuentwickeln – weg vom reinen Durchgangsort hin zu Orten, die einladen, verbinden und bewegen. Die Projekte des Teams tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen: Sie machen Stationen zu einladenden Orten, fördern die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen und stärken Beteiligung und Identität.
Das Team entwickelt Modellprojekte gemeinsam mit lokalen Akteur:innen und richtet sie konsequent an den Bedarfen und Bereitschaften vor Ort aus. Die Projekte starten mit einer gemeinsamen Ortsanalyse und Ursachenforschung und greifen dabei verschiedene Aspekte der Aufenthaltsqualität auf – von Sauberkeitsinitiativen und Sicherheitsthemen über die Wiedereröffnung von Warteräumen bis hin zu besseren Lösungen für Orientierung an der Station. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Denken und Handeln: Lokale Initiativen bringen sich ein, übernehmen Verantwortung und gestalten ihre Station aktiv mit. So entstehen erprobte, ortsbezogene Lösungen, die sichtbar wirken und nachhaltig funktionieren.
Im Unterschied zu Modellprojekten stehen bei Pilotprojekten weniger einzelne Orte im Fokus als die Frage, was grundsätzlich funktioniert. Das Team setzt deshalb themenbezogene Projekte an mehreren Standorten um und testet neue Ansätze unter vergleichbaren Bedingungen. In enger Zusammenarbeit mit Betreiber:innen und weiteren Projektbeteiligten erprobt es innovative Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft sowie dem sozialen und zivilgesellschaftlichen Sektor. Ziel ist es, Ergebnisse systematisch zu vergleichen, Erkenntnisse zu bündeln und daraus Empfehlungen abzuleiten. So entstehen Konzepte, die sich breit auf weitere Stationen übertragen lassen.

Vom Haltepunkt zum Lernort: In Baiersbronn Schule wird sichtbar, wie Schüler:innen ihren Haltepunkt aktiv mitgestalten
Informationen und Steckbriefe zu weiteren aktuellen Projekten werden hier in Kürze ergänzt.