Bahnhof in Möckmühl
Foto: NVBW

Zielbild und Zusammenarbeit

Bahnhöfe und Haltepunkte weiterentwickeln

Die Bahnhöfe in Baden-Württemberg sollen einladen, verbinden und bewegen. Das Team Stationsentwicklung der NVBW nimmt sich gemeinsam mit Projektpartnern der Aufgabe an.

Die Bedeutung von Stationen

Wer an einen Bahnhof denkt, sieht oft mehr als nur Gleise und Züge. In vielen Stationen ist noch ein Hauch Geschichte spürbar – in den Gebäuden, den Strukturen und ihrer Lage in der Stadt. Denn früher waren Bahnhöfe wichtige Tore zur Stadt – Orte des Ankommens, des Aufbruchs und des Fortschritts. Sie verbanden Regionen und standen im Zentrum des öffentlichen Lebens.

Heute zeigt sich vielerorts ein anderes Bild von Bahnhöfen. Themen wie Vandalismus, fehlende Barrierefreiheit oder geringe Aufenthaltsqualität rücken in den Vordergrund. Viele Stationen wirken dadurch unübersichtlich oder wenig gepflegt. Für Reisende werden sie oft zu Orten, die sie möglichst schnell wieder verlassen. So bleibt das, was Bahnhöfe eigentlich leisten könnten, häufig ungenutzt.

Dabei steckt in ihnen weiterhin großes Potenzial: Bahnhöfe prägen den ersten Eindruck einer Stadt, sind zentrale Knotenpunkte im Verkehrsnetz und beeinflussen, wie Menschen ihre Reise erleben – und ob sie sich für die Bahn entscheiden.

Genau hier setzt das Zielbild des Landes Baden-Württemberg (BW) an. Es beschreibt, wie sich Bahnhöfe und Haltepunkte weiterentwickeln können und sollen – hin zu Orten, die stärker wirken, besser genutzt werden und als Teil des öffentlichen Lebens wahrgenommen werden. Ausgangspunkt sind die Stationen in der Aufgabenträgerschaft des Landes. 

Bahnhöfe in Baden-Württemberg

  • Laden ein durch Ausstattung und Gestaltung für Aufenthaltsqualität zum Wohlfühlen. Bahnhöfe in BW funktionieren für alle.
  • Verbinden verschiedene Akteure und Mobilitätsformen miteinander und bringen Menschen sowie die Stadt (die Region) zusammen. Sie machen den Umstieg auf unterschiedliche Mobilitätsformen leicht.
  • Bewegen die Menschen, indem sie über die Pflichtaufgaben hinaus denken und Charakter ausstrahlen. Sie machen Lust auf ÖPNV.

Dieses Zielbild geht über die reine Funktion als Verkehrspunkt hinaus. Stationen werden als Orte gedacht, die den Alltag prägen, den Stadtraum beeinflussen und den Umstieg in den öffentlichen Verkehr unterstützen. Entscheidend ist der Blick aus Sicht der Nutzenden. Erst wenn diese Perspektive mitgedacht und danach gehandelt wird, entsteht eine Station, die gänzlich funktioniert, Orientierung gibt und zur Nutzung von ÖPNV einlädt.

Umsetzung in der Praxis

Ganz klar: Die Weiterentwicklung von Bahnhöfen und Haltepunkten ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Viele Menschen und Institutionen sind beteiligt – von Eisenbahninfrastrukturunternehmen über Kommunen und Aufgabenträger bis hin zu Bürger:innen. Das Team Stationsentwicklung übernimmt dabei eine vernetzende Rolle. Im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg arbeitet es konsequent auf das Zielbild hin. Es bringt alle Beteiligten an einen Tisch, begleitet Projekte und unterstützt dabei, Lösungen zu entwickeln, die vor Ort funktionieren und langfristig wirken. Weitere Informationen zum Angebot und zu den Aufgaben des Teams finden Sie hier.

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