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Mehr als Graffiti: Wie Schüler:innen ihren Haltepunkt in Baiersbronn neu beleben

14 Schüler:innen haben die Unterführung am Haltepunkt Baiersbronn Schule neu gestaltet. Das Ergebnis: bunt, hell und freundlich.

Müll, Graffiti, beschädigte Wartehäuschen und eine dunkle Unterführung: Der Haltepunkt Baiersbronn Schule wirkte lange wenig einladend. Doch innerhalb von drei Tagen haben 14 Schüler:innen dem Ort ein neues Gesicht gegeben. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Graffiti-Künstler Open Mike verwandelten sie die Unterführung unter den Bahngleisen in einen farbenfrohen Durchgang. 

Dabei standen die Jugendlichen nicht nur mit der Sprühdose an der Wand, sondern brachten auch ihre eigenen Ideen ein. Bereits vor Beginn der Projekttage entwickelte Open Mike ein Gestaltungskonzept. In den drei Tagen wurde dieses mit den Ideen der Schüler:innen erweitert. Nach einer Einführung in Graffiti-Kunst und Sprühtechniken setzten sie die Entwürfe selbst um. Helle Flächen und farbenfrohe Motive prägen nun die zuvor dunkle Unterführung.

Auch an anderen Stellen sind die Veränderungen sichtbar. Die Schüler:innen gestalteten drei Mülleimer am Bahnsteig und zwei weitere am nahegelegenen Biketrack neu. Die Kommune hatte zuvor eine beschädigte Mosaikfläche neben dem Eingang der Unterführung reinigen und reparieren lassen. Das Wartehäuschen am Gleis wird ebenfalls instand gesetzt. 

 

Möglich wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Baiersbronn, der AVG, des Johannes-Gaiser-Schulzentrums und des Teams Stationsentwicklung des Zukunftsnetzwerks ÖPNV. Gemeinsam entwickeln sie Maßnahmen, um die Aufenthaltsqualität am Haltepunkt zu verbessern. 

Für die Schüler:innen bedeutet das Projekt mehr als eine Verschönerungsaktion: Sie gestalten einen Ort mit, den sie täglich nutzen, und erleben unmittelbar, wie ihre Ideen das Umfeld verändern können. Einen Überblick über das Projekt finden Sie hier: Zukunftsnetzwerk ÖPNV | Modellprojekt „Baiersbronn Schule“.

Das Vorhaben in Baiersbronn ist das erste Modellprojekt des Teams Stationsentwicklung, das umgesetzt wurde. Weitere Projekte laufen bereits in Salach, Biberach/Baden und Osterburken. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen auch anderen Städten und Gemeinden Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Stationen geben.

Das Team Stationsentwicklung wurde 2025 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gegründet und mit Landesmitteln ausgestattet, um unter anderem solche Vorhaben durchzuführen. Ziel des Landes ist es, Stationen in Baden-Württemberg zu Orten weiterzuentwickeln, die einladen, verbinden und bewegen. Die Modellprojekte zeigen, wie dieser Wandel Schritt für Schritt gemeinsam gelingen kann.

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