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Klarer Fortschritt bei der Reaktivierung von Bahnstrecken in Deutschland

Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken in Deutschland: Bis 2035 könnten mehr als 900 Kilometer Bahnstrecke wieder in Betrieb genommen werden.

Nachdem im vergangenen Jahr bundesweit 22 Kilometer Schienennetz reaktiviert wurden, rechnet das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene für das laufende Jahr mindestens mit einer Verdopplung der reaktivierten Kilometer. Allianz pro Schiene geht davon aus, dass bis 2030 etwa 300 Kilometer stillgelegter Bahnstrecken wieder ans Netz gehen könnten. Besonders in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern gebe es große Fortschritte. Auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg liegen viele Strecken, bei denen eine Reaktivierung innerhalb der nächsten zehn Jahre realistisch sei.

Dabei ruft die Allianz pro Schiene die Länder dazu auf, nicht nur die Reaktivierung der Bahnstrecken zu finanzieren, sondern mit den Regionalisierungsmitteln auch den Betrieb zu unterstützen. Regionalisierungsmittel sind Gelder, mit denen der Bund den Ländern hilft, den öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren. 

Bereits im Oktober 2024 stellte die Allianz pro Schiene gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine Liste von ehemaligen Trassen vor, die reaktiviert werden könnten. Diese umfasste mehr als 320 Strecken und damit rund 5400 Kilometer. 

Auch wenn die einzelnen Strecken oft nur wenige Kilometer lang sind, machen sie das Schienennetz für tausende Menschen wieder zugänglich. Möglich gemacht werden Reaktivierungen vor allem von ehrenamtlichen Initiativen vor Ort. Wirtschaftlich gesehen lohnen sich die Streckenreaktivierungen oft, wie bereits zahlreiche Gutachten bestätigen konnten.

Allianz pro Schiene kündigte an, den Fortschritt der Reaktivierungsprojekte nun regelmäßig zu überprüfen und weiterhin öffentlichkeitswirksam zu begleiten. 

 

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