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Elektrifizierung der Hochrheinbahn

Bis 2027 wird die Hochrheinbahn zwischen Basel und Erzingen elektrifiziert und ausgebaut.

Mit dem offiziellen Baustart in Waldshut hat die Deutsche Bahn eines der größten Schienenprojekte im Südwesten auf den Weg gebracht: den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn zwischen Basel und Erzingen. Bis Dezember 2027 entsteht auf der 75 Kilometer langen Strecke eine moderne, klimafreundliche und leistungsfähige Verbindung, die Deutschland und die Schweiz künftig noch enger vernetzt.

„Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn bringen den Fahrgästen viele Vorteile: Das Fahrplanangebot wird deutlich ausgeweitet und die alten Dieselzüge werden durch neue, komfortable und emissionsfreie Fahrzeuge mit mehr Platz abgelöst“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann beim Spatenstich für den neuen Kreuzungsbahnhof Ofteringen im September 2025.

Bis Ende 2027 errichtet die Bahn auf der kurvenreichen Strecke entlang des Hochrheins rund 130 Kilometer Oberleitung und stellt 1.600 Masten auf. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 434 Millionen Euro, an denen sich die Schweiz mit 50 Millionen Franken (rund 53,6 Millionen Euro) beteiligt. Neben der Elektrifizierung werden 17 Stationen barrierefrei umgebaut. Zudem entstehen neue Haltepunkte in Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West. Auch die Bahnhöfe in Tiengen und Lauchringen werden zu Kreuzungsbahnhöfen ausgebaut, damit sich Züge auf dem eingleisigen Abschnitt künftig begegnen können.

Streckensperrung und Baustellen ab 2026

Pendler und Reisende müssen sich auf der Hochrheinbahn zwischen Basel und dem badischen Erzingen ab 2026 bis Ende 2027 auf Baustellen und weitreichende Streckensperrungen einstellen.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 sollen Regionalbahnen im Halbstundentakt verkehren. Ergänzend fährt der neue Hochrhein-Bodensee-Express im Zweistundentakt – in der Hauptverkehrszeit stündlich – von Basel Badischer Bahnhof über Waldshut und Konstanz bis nach St. Gallen und Herisau. Die Linie wird in das Netz der trinationalen S-Bahn Basel integriert.

Für die Grenzregion ist das Projekt von großer Bedeutung. „Eine attraktive S-Bahn ist entscheidend für unser Dreiland“, sagte Esther Keller, Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt. Auch Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach, betonte die Wirkung: „Mit neuen, barrierefreien Haltepunkten und der engeren Einbindung in die S-Bahn Basel machen wir den Nahverkehr in unserer Region attraktiver und umweltfreundlicher.“

Voran geht es auch beim Ausbau der Wutachtalbahn, die Waldshut mit Stühlingen verbindet. Wie der Landkreis Waldshut mitteilte, werde der Kreuzungsbahnhof in Wutöschingen-Ofteringen neu gebaut. „Der Bahnhof ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Stundentakt auf der Wutachtalbahn. Ich hoffe, dass bald die Bauarbeiten losgehen können”, sagte Minister Hermann laut einer Mitteilung des Landkreises.

Das Land will bis 2030 die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr verdoppeln und die CO₂-Emissionen um mindestens 55 Prozent senken. Derzeit sind rund 70 Prozent der Bahnstrecken in Baden-Württemberg elektrifiziert. Dieser Anteil solle bis Ende des Jahrzehnts auf 72 Prozent steigen.

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Schlagwörter: BahnSPNVInfrastruktur

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