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Taskforce präsentiert schnelle Maßnahmen für pünktlichere Bahn

Neue Maßnahmen der Taskforce „Zuverlässige Bahn“ sollen Bahnhöfe entlasten, Abläufe stabilisieren und den Zugverkehr spürbar pünktlicher machen.

Am 20. März 2026 hat die Taskforce „Zuverlässige Bahn“ ihren Abschlussbericht vorgelegt. Ziel der Taskforce war es, Vorschläge zu entwickeln, die bereits 2026 und 2027 Wirkung zeigen und den Bahnverkehr stabiler machen. An der Arbeit der Taskforce seit November 2025 beteiligten sich Vertreter:innen von Bund, Ländern, Eisenbahn-Bundesamt, Bundesnetzagentur, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Aufgabenträgern, Verbänden, Gewerkschaften und der DB InfraGO AG.

Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen in hochbelasteten Bahnhöfen, der Zugdisposition sowie der Störungsbearbeitung. Die Taskforce beschreibt 22 konkrete Maßnahmen, die den Betrieb im Alltag spürbar verlässlicher machen sollen.

Zentrale Maßnahmen im Überblick:

  • Joker-Gleise: Freigehaltene Bahnsteiggleise, die im Störungsfall kurzfristig genutzt werden. Sie schaffen Reserven und verhindern Kettenreaktionen bei Verspätungen.
  • Flex-Abfahrten: Die Zugabfertigung beginnt früher. Die im Fahrplan ausgewiesene Abfahrtszeit wird leicht vorgezogen. Züge können pünktlicher abfahren und Folgeverspätungen sinken.
  • Reisendenlenker:innen am Gleis: Personal unterstützt den Ein- und Ausstieg, besonders an stark frequentierten Bahnhöfen. Das verkürzt Standzeiten und stabilisiert Abläufe.
  • Verbindliche Pufferzeiten: Größere zeitliche Abstände zwischen Zügen in wichtigen Bahnhöfen verringern das Risiko, dass sich Verspätungen gegenseitig verstärken.
  • KI-gestützte Dispositionsassistenz: Eine Software erkennt Konflikte im Betrieb früh und schlägt Lösungen vor. Das entlastet die Stellwerke und verbessert Entscheidungen.
  • Digitaler Befehl: Bei Technik- oder Signalstörungen erfolgt die Weiterfahr-Erlaubnis künftig digital statt per Telefon. Das halbiert die Wartezeit für Züge.
  • Standardisierte Abläufe bei Störungen: Einheitliche Konzepte sollen die Reaktion auf betriebliche Probleme beschleunigen.
  • Effizientere Bauverfahren und schnellere Störungsbeseitigung: Notfalleinsatzteams rund um die Uhr, standardisierte Bauprozesse und innovative Bautechniken sollen Ausfälle reduzieren.
  • Verlässliche Daten für Reisende: Bessere Informationsflüsse zwischen Infrastruktur, Verkehrsunternehmen und Fahrgastinformationssystemen.

Fahrplanausdünnungen sind nur Ultima Ratio 

Baden-Württemberg hat aktiv an der Taskforce mitgearbeitet. Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Es gibt bessere Vorschläge, als Züge zu streichen, damit die Bahn wieder pünktlicher und zuverlässiger wird.“ Er betonte, dass mit dem Bericht „22 Maßnahmen vorliegen, die den Bahnbetrieb im Alltag stabiler und pünktlicher machen sollen“. Entscheidend sei nun die Umsetzung.

Den Ländern war wichtig, dass stabilisierende Maßnahmen nicht auf Kosten des Taktverkehrs gehen. Fahrplanausdünnungen seien nur als äußerste Lösung denkbar und nur dann, „wenn alle Beteiligten zustimmen“. Hermann unterstrich zudem die Bedeutung des Infrastrukturausbaus: „Mittel- und langfristig müssen wir die nötigen Kapazitäten für einen weiteren Angebotsausbau schaffen.“

Die Empfehlungen sollen kurzfristig für einen verlässlicheren Betrieb sorgen, während Bund, Länder und Bahn parallel langfristige Ausbauprojekte vorantreiben.

Hier finden Sie den Abschlussbericht und die vollständige Maßnahmenliste.

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Schlagwörter: BahnSPNV

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