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Der Ausbau und die Elektrifizierung der Oberen Neckarbahn sind einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Planungs- und Finanzierungsvereinbarung wurde am Montag, 27. Juli 2026, im Landratsamt Tübingen von Verkehrsministerin Nicole Razavi, Vertretern des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und der DB InfraGO unterzeichnet. Die zuständigen Gremien hatten zuvor bereits zugestimmt. Die Vereinbarung umfasst die Planung bis zur Genehmigungsreife.

Die rund 32 Kilometer lange Strecke führt von Tübingen über Rottenburg nach Horb und ist ein zentraler Bestandteil der geplanten Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Die DB InfraGO soll die Vorplanung bis Ende 2028 abschließen und richtet dafür ein eigenes Projektteam ein. Erste Vorarbeiten sind bereits erfolgt: Die gesamte Strecke wurde vermessen und in ein digitales Planungsmodell übertragen.

Geplant sind neben der Elektrifizierung auch zweigleisige Begegnungsabschnitte und sieben zusätzliche Haltepunkte. Nach dem Ausbau sollen eine direkte Regionalexpress-Linie von Horb über Rottenburg und Tübingen nach Stuttgart sowie zwei Linien der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb auf der Strecke verkehren. Zwischen Tübingen und Rottenburg ist mindestens ein Halbstundentakt vorgesehen, zwischen Tübingen und Horb ein Stundentakt.

Die Gesamtkosten für Ausbau und Elektrifizierung werden derzeit auf 302,4 Millionen Euro geschätzt. Nach Abschluss der Vorplanung soll die Schätzung aktualisiert werden. Der Bund kann über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz 75 Prozent der Ausbaukosten und 90 Prozent der Kosten für die Elektrifizierung übernehmen. Ergänzend sind Zuschüsse des Landes vorgesehen. Die Kosten der nun vereinbarten Planung bis zur Leistungsphase 4 teilen sich das Land und der Zweckverband zu gleichen Teilen.

Einen Termin für den Baubeginn oder die Inbetriebnahme nannten die Projektpartner noch nicht. Mit der Vereinbarung ist zunächst die Finanzierung der weiteren Planung gesichert.

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