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Gesamte Riedbahn fährt jetzt mit ETCS Zugsicherungssystem

Auf der Riedbahn fahren Züge jetzt mit dem European Train Control System. Dadurch erwartet die Deutsche Bahn schnellere Fahrzeiten und eine höhere Pünktlichkeit.

Die Deutsche Bahn hat das digitale Zusicherungssystem ETCS Anfang Mai auf der gesamten Riedbahn in Betrieb genommen. Wie der Tagesspiegel mitteilte, sei der aufwendige Prüf- und Abnahmeprozess für das European Train Control System (ETCS) anderthalb Jahre nach Beendigung der Generalsanierung abgeschlossen.

Durch das neue Zugbeeinflussungssystem können Fernzüge durchgehend 200 Kilometer pro Stunde zwischen Frankfurt/Main und Mannheim fahren. Vor der ETCS-Einführung waren lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde möglich. 

Die DB InfraGO AG, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, rechnet mit einer Verbesserung der Pünktlichkeit durch das System. Während der Anlaufphase soll der Betrieb engmaschig kontrolliert werden, um Optimierungen vorzunehmen.

Die Riedbahn bezeichnet die rund 70 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim. Die Deutsche Bahn hatte 2024 fünfmonatige Bauarbeiten an der Strecke vorgenommen, bevor der Zugverkehr am 14. Dezember 2024 wieder anlaufen konnte. Die Abnahme des ETCS verzögerte sich bis zuletzt.

Ein paar Monate nach Beendigung der Bauarbeiten wurde das neue System ETCS nur im südlichen Streckenabschnitt der Riedbahn in Betrieb genommen. Da nun alle erforderlichen Software-Anpassungen, Abnahmefahrten sowie ein umfangreicher Prüf- und Abnahmeprozess stattgefunden haben, konnte das neue System für die gesamte Strecke freigegeben werden, wie ein Sprecher der Bahn mitteilte.

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