Ergebnisse gefunden

Rückblick: Ländliche Mobilitätskonzepte 2026

Praxis, Austausch und Engagement: Das Seminar zeigte, wie Gemeinschaftsverkehre die Mobilität im ländlichen Raum stärken.

Mit der Veranstaltung „Ländliche Mobilitätskonzepte: engagiert erfolgreich entwickeln" fand am 10. März 2026 in Kirchzarten der Auftakt der diesjährigen Reihe „Mobilitäts-Offensive für ländliche Räume“ statt. Rund 60 Teilnehmer:innen aus Bürgerbusvereinen, Verwaltungen sowie Verbänden diskutierten in der Talvogtei-Scheune über Chancen und Herausforderungen ehrenamtlich organisierter Mobilitätsangebote. Moderator Daniel Thuro führte durch das Programm.

Nach der Begrüßung durch Dr. Martin Schiefelbusch (NVBW), Bürgermeisterstellvertreter Peter Spiegelhalter und Stefan Saumer vom lokalen Bürgerbusverein Dreisam-Stromer e. V. folgten erste Impulse zu Möglichkeiten selbstorganisierter Mobilität und zur Arbeit des Landesverbands proBürgerBus BW. Auch Einblicke in die Situation der Bürgerbusse im Regio-Verkehrsverbund Freiburg prägten den Vormittag. 

Im Gespräch mit Projekten aus der Praxis

Höhepunkt war die interaktive Podiumsrunde um 11:30 Uhr. Drei erfolgreiche Projekte aus der Region stellten ihre Arbeitsweisen und Erfahrungen vor: der Bürgerbus „Dreisam-Stromer“ aus Kirchzarten, der Bürgerbus Malterdingen und der ehrenamtliche Fahrdienst Freiamt. Mit Fred Schuster nahm außerdem der geschäftsführende Vizepräsident des Landesverbands proBürgerBus Baden-Württemberg an der Runde teil. Besonders wertvoll waren die praxisnahen Einblicke in Fragen der Organisation und der Fahrgastansprache. Die Diskussion zeigte, wie groß das Potenzial gemeinschaftlich getragener Projekte ist – sowohl für die Erreichbarkeit als auch für den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Besonderen Dank gilt Stefan Saumer vom Bürgerbusverein Dreisam-Stromer e. V., der die Veranstaltung organisatorisch maßgeblich unterstützte. 

Am Nachmittag standen konkrete Handlungshilfen im Mittelpunkt: Ein kompakter „Mini-Leitfaden“ zum Aufbau neuer Angebote, Informationen zu Fördermöglichkeiten des Landes sowie Hinweise zu Unterstützungsoptionen im Umfeld von Pflege. Diese Themen zeigten, wie eng Mobilität, Daseinsvorsorge und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden sind. 

Neue Engagierte gewinnen und binden

Den Abschluss bildete der inspirierende Beitrag von Anja Lothschütz zur Frage, wie Gemeinschaftsverkehre neue Engagierte gewinnen und langfristig binden können. Sie machte deutlich, dass Bürgerbusvereine und Co. aus mehr Rollen bestehen als die Menschen am Steuer. Zudem zeigte sie fünf Schritten auf, wie Vereine erfolgreiche Mitstreiter:innen für ihre Vorhaben überzeugen können. Viele Teilnehmende nahmen daraus konkrete Impulse für ihre Projekte mit. 

Die Veranstaltung machte deutlich: Gemeinschaftsverkehre leisten einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher, sozialer und verlässlicher Mobilität im ländlichen Raum. 

Newsletter

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Jetzt abonnieren