Die TramTrains der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (RSBNA) sollen künftig in Reutlingen gewartet werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Güter- und Containerbahnhofs entsteht ein neuer Betriebshof, der ab Ende 2029 in Betrieb gehen soll. Der Standort ist das Ergebnis eines umfassenden Suchverfahrens im gesamten RSBNA-Netz.
Das Vorhaben wurde am 10. Juli 2025 im Rahmen eines Pressegesprächs im Reutlinger Rathaus vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Reutlingen und des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb präsentierten dabei die Planungen für den neuen Betriebshof.
„Die Fläche des ehemaligen Reutlinger Güter- und Containerbahnhofs passt in jeder Hinsicht zu den Anforderungen an einen Betriebshof für unsere Regional-Stadtbahn“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Keck. „Die Regional-Stadtbahn erhält einen ideal gelegenen, langfristig gesicherten Standort für die Instandhaltung und Abstellung ihrer TramTrains. […] Ich denke hier neben der Flächenentwicklung an neue Arbeitsplätze, Gewerbesteuern und an die Unternehmen in der Region, die sowohl beim Bau als auch später im Betrieb profitieren. Kurzum: die lokale Wertschöpfung am Standort Reutlingen.“
Der Standort wurde nach Prüfung mehrerer Alternativen ausgewählt. „Die TramTrains werden künftig viel in und rund um Reutlingen unterwegs sein, und genau hier haben wir eine Fläche, von wo aus die RSBNA GmbH ab 2029 ideal für einen reibungslosen Betrieb sorgen kann“, sagte Eugen Höschele, Vorsitzender des Zweckverbands.
Die städtebauliche Integration ist laut Baubürgermeisterin Angela Weiskopf zentraler Bestandteil der Planung: „Durch die Auflösung des Betriebshofes in Einzelbaukörper, Gründächer mit Photovoltaik und die Einbindung der Vorhaben in einen grünen Saum mit Bäumen entlang der Sondelfinger Straße entsteht ein ansprechendes Bild […].“ Auch umfassender Schallschutz sei von Anfang an mitgedacht worden.
Der Betriebshof nutzt nur einen Teil des ehemaligen Bahngeländes. In direkter Nachbarschaft will das Unternehmen Rohstoffverwertung Reutlingen (RVR) mit einem Gleisanschluss seine Aktivitäten im Güterumschlag ausbauen. Gleichzeitig wurde das Projekt „Zero Emission Logistics Terminal Reutlingen“ (ZELT RT) vorerst zurückgestellt. „Ich bin jedoch überzeugt, dass durch die Entwicklung des Areals am ehemaligen Güterbahnhof zusätzliche wirtschaftliche Dynamik und Synergien für unsere Stadt entstehen können, die den Projekten sowie der Stadt als Eigentümerin der Fläche gleichermaßen zugutekommen“, so Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister Roland Wintzen.
Weitere Informationen, eine interaktive Karte sowie ein FAQ-Katalog stehen unter regional-stadtbahn.de/betriebshof zur Verfügung.
