Ergebnisse gefunden

Projekt BRAVE10k bringt autonomes Fahren in den ÖPNV

Das Projekt BRAVE10k soll autonomes Fahren innerhalb der nächsten drei Jahre in Deutschland voranbringen.

Innerhalb des Projektes BRAVE10k sollen bis 2030 insgesamt 10.000 autonom betriebene Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland integriert werden. Am 1. und 2. Juli fand bei der INIT GmbH in Karlsruhe, die das Projekt leitet, das erste Treffen der Projektpartner statt. Die Beteiligten kommen aus unterschiedlichen Bereichen: Neben Wissenschaft und Technologie gehören auch Partner aus Industrie, Verkehr, Digitalisierung und ÖPNV zum Projektteam. Der Name BRAVE10k steht für „Bedingungen für die Rahmenausschreibung, Abwicklung, Verkehrszulassung und Einführung von mehr als 10.000 öffentlichen autonomen Fahrzeugen“.

Standards für den Weg in den Regelbetrieb

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Großprojekt über eine Laufzeit von drei Jahren. Die Projektbetreuung übernimmt der TÜV Rheinland. Gemeinsam untersuchen die Projektpartner, wie sich bis 2030 10.000 autonom fahrende Fahrzeuge in den öffentlichen Verkehr integrieren lassen. Während der Projektlaufzeit sollen Lösungen und Verfahren entstehen, die Planung, Ausschreibung, Genehmigung und Betrieb autonomer Fahrzeuge vereinfachen. Dazu gehören ebenfalls Methoden zur einheitlichen Klassifizierung von Streckenanforderungen sowie standardisierte Verfahren für die Zulassung. Damit soll der Übergang in den Regelbetrieb beschleunigt werden. Ein digitaler Zwilling soll zudem Fahrbetrieb, Sicherheit und Leistungsfähigkeit virtuell simulieren und bewertbar machen. Um Verkehrsunternehmen und Kommunen die Planung und Auswertung zu erleichtern, entwickelt BRAVE10k digitale Planungs- und Auswertungswerkzeuge. 

Dialog mit der Verkehrsbranche

In den kommenden Monaten will BRAVE10k ein aktives Stakeholdermanagement aufbauen und den Austausch mit der gesamten Verkehrsbranche intensivieren. Yasmin Wehrle, Research and Development Manager bei INIT und Projektleiterin von BRAVE10k, blickt gespannt auf die kommenden Jahre: „Die Einwicklung automatisierter und autonomer Fahrzeuge ist in den vergangenen Jahren weit fortgeschritten. Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden drei Jahre und die zahlreichen Dialoge, die wir mit der ÖV-Branche geplant haben. Mit BRAVE10k schaffen wir den Schritt weg von Pilotprojekten hin zu einem skalierfähigen und wirtschaftlichen ÖPNV der Zukunft.“

Auch Matthias Teichmann, der das Projekt bei schwarzenberg.tech leitet, betont die Bedeutung gemeinsamer Standards und Verfahren: „Der Weg zu 10.000 autonomen Fahrzeugen beginnt nicht mit der Fahrzeugtechnologie allein, sondern auch mit zielgerichteten Standards, Prozessen und Genehmigungsverfahren. Mit BRAVE10k schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen, damit autonome Mobilität künftig sicher, effizient und im großen Maßstab Teil des öffentlichen Verkehrs werden kann.“

BRAVE10k soll damit wichtige Voraussetzungen dafür schaffen, autonome Fahrzeuge künftig in größerem Maßstab in den öffentlichen Verkehr zu integrieren. Das Projekt adressiert dabei nicht nur technologische Fragen, sondern auch Genehmigungsprozesse, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Anforderungen an zukünftige Mobilitätsangebote.

Newsletter

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Jetzt abonnieren