Im Rahmen der Exkursion „Unterschiedliche Betreiberkonzepte im zugangsgesicherten Fahrradparken“ lud die Kompetenzstelle RadPARKEN der NVBW im Juli Akteure der öffentlichen Verwaltungen sowie Verkehrsverbünde nach Ludwigsburg ein. Die knapp 20 Teilnehmenden erhielten vor Ort einen praxisnahen Einblick in innovative Lösungen und unterschiedliche Betreiberstrategien im Bereich des zugangsgesicherten Fahrradparkens.
Fachlicher Exkursions-Auftakt
Der Exkursionstag begann mit einer Vorstellung der Kompetenzstelle RadPARKEN und einem Vortrag, der die unterschiedlichen Aspekte des Betriebs eines zugangsgesicherten Fahrrad-Parkangebots vorstellte. Zwei spannende Gastbeiträge – einer zum gerade eröffneten Projekt „Mobi-Hub“, ein weiterer zum Projekt „Schillerdeck“ – gaben anschließend einen ersten fachlichen Einblick in den Hintergrund der Planungen und die aktuellen Entwicklungen in Ludwigsburg zur Förderung der intermodalen Mobilität.
Beratungs-Speeddating der Kompetenzstelle RadPARKEN
Im Anschluss an die Vorträge fanden die im Vorfeld vereinbarten Speeddating-Beratungen statt. In 10-minütigen Slots konnten Kommunen sich mit ihren Fragen zu Themen wie Fahrradparken, Bike+Ride, Mobilitätsstationen oder Fördermöglichkeiten persönlich an die Experten der Kompetenzstelle RadPARKEN wenden. Bei Bedarf wurden Folgetermine zur Vertiefungsberatung vereinbart.
Vom Parkplatz zum Stadtplatz: Der Arsenalplatz
Nach den Vorträgen startete der aktive Teil: Die Erkundung Ludwigsburgs zu Fuß – erste Station war der neu gestaltete Arsenalplatz. Wo früher noch Autos parkten, entstand ein offener Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität. Matthias Knobloch, Fachbereichsleitung Nachhaltige Mobilität der Stadt Ludwigsburg erläuterte das Projekt, bei dem unter anderem eine Zisterne zur Regenwasserspeicherung integriert wurde. Der Platz wurde zudem großflächig entsiegelt und mit klimaresilienten Baumarten bepflanzt – ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung.
Ausbau der Radinfrastruktur am Bahnhof
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Ratskeller Ludwigsburg folgte die Besichtigung der bestehenden RadStation auf der Westseite des Bahnhofs, sowie der neuen RadStation Schillerdeck auf der Ostseite. Die RadStation Schillderdeck wurde auf einem ehemaligen Pkw-Parkdeck errichtet und bietet künftig rund 700 zugangsgesicherte Fahrradstellplätze – eine deutliche Erweiterung des Angebots am Bahnhof. Martin Stauch, Abteilungsleiter Mobilität bei den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH stellte das spannende Projekt und das künftige Betreiberkonzept vor.
Multimodale Verknüpfung am Favoritepark
Abgerundet wurde die Exkursion mit einem Besuch des neuen Mobi-Hubs am S-Bahnhalt Favoritepark. Hier wurden neben 120 Fahrradstellplätzen (frei zugänglich und zugangsgesichert in Sammelschließanlage) weitere Angebote wie Bikesharing, eine Radservice-Station, E-Scooter-Abstellflächen sowie Park+Ride-Parkplätze in ein multimodales Gesamtkonzept integriert.
Weitere Informationen zum kostenfreien Beratungsangebot finden Sie hier: Kompetenzstelle RadPARKEN
