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Mobilität in Deutschland: Elektroautos, ÖPNV und neue Trends im Verkehr

Die aktuelle MiD-Studie zeigt: Elektroautos holen auf, der ÖPNV erholt sich dank Deutschland-Ticket, und der Fußverkehr wächst.

Die neue Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) liefert aktuelle Daten zum Verkehrsverhalten. Sie zeigt: Elektroautos unterscheiden sich in Nutzung und Fahrleistung kaum noch von Verbrennern. 2017 wurden E-Autos vor allem für kurze Strecken genutzt. Heute liegt der Anteil längerer Fahrten ab 30 km bei 13 Prozent – fast gleichauf mit Verbrennern. Die durchschnittliche Jahresfahrleistung beträgt 14.600 km, gegenüber 13.700 km bei allen Pkw und 16.800 km bei jungen Verbrennern (ab Baujahr 2020).

Auch die Zahl der Pedelecs hat sich seit 2017 fast verdreifacht: von 50 auf über 140 pro 1.000 Personen. Mit Pedelecs werden täglich rund 14 km zurückgelegt – doppelt so viel wie mit normalen Fahrrädern.

Trotz Veränderungen bleibt das Auto das wichtigste Verkehrsmittel. 53 Prozent aller Wege und 73 Prozent aller Kilometer entfallen auf Pkw. Zwar wird erstmals etwas weniger Auto gefahren als 2017, doch gerade in ländlichen Regionen bleibt es unverzichtbar.

In Metropolen nutzen 33 Prozent das Deutschlandticket regelmäßig

Der öffentliche Verkehr hat sich vom Corona-Tief erholt. Das Deutschlandticket spielt dabei eine zentrale Rolle: 16 Prozent der Befragten nutzen es regelmäßig, in Metropolen sogar 33 Prozent. Es dient nicht nur für den Arbeitsweg – 32 Prozent der Fahrten sind Freizeitwege.

Auch der Fußverkehr gewinnt an Bedeutung. Sein Anteil stieg von 22 auf 26 Prozent. Täglich werden 113 Millionen Personenkilometer zu Fuß zurückgelegt. Damit schließt der Fußverkehr zum Radverkehr auf. Mit dem Fahrrad werden 11 Prozent der Wege und 4 Prozent aller Kilometer bewältigt – insgesamt werden 117 Millionen pro Tag geradelt. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zur MiD 2017. Die gestiegene Fahrleistung ist vor allem auf die wachsende Flotte an E-Bikes zurückzuführen.

Die MiD basiert auf einer bundesweiten Befragung von über 218.000 Haushalten und rund 421.000 Personen zwischen Mai 2023 und Juni 2024. Sie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr durchgeführt und unterliegt strengen Datenschutzregeln. Die Teilnahme war freiwillig, alle Angaben werden anonymisiert ausgewertet.

Weitere Ergebnisse und Daten stehen unter www.mobilitaet-in-deutschland.de bereit. Für vertiefte Analysen bietet das neue Datenportal „MobilityData-Campus“ sowie das Online-Tool „Mobilität in Tabellen“ zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten.

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