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Minister Hermann besucht Projekt zur Querqualifizierung von Geflüchteten

Das Land und die AVG qualifizieren Geflüchtete zu Triebfahrzeugführer:innen – ein Modell gegen Fachkräftemangel im ÖPNV.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat am 7. November 2025 den aktuellen Ausbildungskurs der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in Karlsruhe besucht. Das Land Baden-Württemberg und die AVG setzen mit einem Querqualifizierungsprojekt auf einen innovativen Ansatz, um dringend benötigte Triebfahrzeugführer:innen für den Stadtbahnverkehr zu gewinnen.

„Eine kluge und nachhaltige Investition für alle Beteiligten. AVG/VBK gewinnen motivierte Fachkräfte. Die Teilnehmenden erhalten eine faire Chance auf einen sicheren Job“, sagte Hermann. Das Projekt sei ein Vorbild für Integration und Fachkräftegewinnung.

Auch AVG-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon betonte die Bedeutung des Projekts: „Der Fachkräftemangel stellt uns weiterhin vor enorme Herausforderungen. In dieser schwierigen Lage sind wir dem Land sehr dankbar, dass auch interessierte Bewerber:innen mit einer Sprachbarriere die Chance erhalten, unseren Pool an Triebfahrzeugführer:innen dauerhaft zu verstärken.“

Seit Mitte 2024 läuft das aktuelle Projekt, das an erfolgreiche Vorgängerprogramme seit 2019 anknüpft. Das Verkehrsministerium finanziert Integrationscoaches, die die Teilnehmenden bei Sprachförderung, Behördengängen und organisatorischen Fragen unterstützen. Für die laufende Maßnahme in Karlsruhe stehen jährlich rund 100.000 Euro bereit.

Das Konzept setzt früh an: Vor der zwölfmonatigen Ausbildung absolvieren die Bewerber:innen ein duales Training. Vormittags besuchen sie Sprachkurse, nachmittags begleiten sie Fahrscheinprüfer:innen. So werden Sprachbarrieren abgebaut und praktische Erfahrungen gesammelt.

Bilanz des Querqualifizierungsprogramms für Geflüchtete fällt positiv aus

Die Bilanz ist positiv: Zwölf Absolvent:innen haben die Ausbildung bereits abgeschlossen. Aktuell befinden sich 25 Personen in verschiedenen Kursen. Im September 2024 starteten sechs Teilnehmer, im Mai 2025 acht weitere. Im November 2025 begann ein Kurs mit acht Personen aus der Ukraine, der Türkei und Venezuela.

Das Projekt ist Teil des Modellprogramms „Qualifizierung von Geflüchteten und Personen mit Sprachbarriere zu Triebfahrzeugführern“. Die AVG plant, das Konzept dauerhaft in die Ausbildung zu integrieren. Die Kurse sind bis Januar 2028 vorgesehen.

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