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Mit der geplanten Elektrifizierung von weiteren 47 Bussen bis Ende 2027 fahren in Tübingen künftig rund 60 Prozent der TüBusse emissionsfrei. Seit Jahren arbeiten die Stadtwerke Tübingen und ihr Tochterunternehmen TüBus GmbH daran, die Busflotte zu elektrifizieren. Eine Förderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 23 Millionen Euro soll das Vorhaben nun bis 2028 weiter voranbringen.

Der Förderbescheid wurde auf dem Busbereitstellungsplatz an der Europastraße übergeben. Dabei stellten die Verantwortlichen auch die laufenden Planungen sowie einen der neuen Busse mit Schnellladearm vor. Ministerialdirektor Dr. Christian Schneider freut sich über die Entwicklungen: „Hier entsteht eine zukunftsweisende und effiziente Infrastruktur für die Busse in Tübingen. Das Ladenetz für die Busflotte zeigt, wie modernste Technologie den ÖPNV stärkt. Ich freue mich, dass wir als Verkehrsministerium die Stadtwerke Tübingen dabei finanziell unterstützen können. Die Zukunft unseres öffentlichen Nahverkehrs können wir nur gemeinsam gestalten.“

Auch die beiden TüBus-Geschäftsführer Knud Hädicke und Hans Zeutschel begrüßen die Entwicklung: „Ohne Fördermittel ließen sich solch große Umbaumaßnahmen nicht umsetzen. In unserem Fall werden rund 75 Prozent der Kosten durch das Land gefördert. Dieser Zuschlag schafft deshalb jetzt gute Voraussetzungen, dass TüBus den eingeschlagenen Weg zur Elektrifizierung seiner Busflotte mit erhöhtem Tempo weitergehen kann. Das freut uns sehr!“

Die elektrischen Busse sparen nicht nur Emissionen ein. Sie verursachen auch weniger Fahrzeuglärm und bieten einen hohen Fahrgastkomfort. Technisch sind die Fahrzeuge mit einem Ladearm, einem sogenannten Pantografen, auf dem Dach ausgestattet. Damit können sie mit einer Leistung von bis zu 360 Kilowatt geladen werden. Der Ladevorgang dauert dadurch deutlich kürzer als mit einem Ladekabel. Die Busse können somit schneller wieder auf ihren Linien eingesetzt werden. Tübingen setzt außerdem auf eine Kombination aus Zwischen- und Nachtladen. Dadurch sollen nächtliche Ladespitzen vermieden und die Betriebsabläufe effizienter gestaltet werden.

Bis 2027 sollen auf dem Busbereitstellungsplatz an der Europastraße neun Pantografen-Ladekonstruktionen entstehen. Weitere Pantografen- und Steckerladepunkte sind unter anderem am Omnibusbahnhof geplant. Der Bau der Ladeinfrastruktur soll bis 2029 abgeschlossen sein und sich über mehrere Tübinger Stadtviertel erstrecken. In anderen Städten, darunter Köln, Berlin und Freiburg, sind Pantografen zum Laden von Elektrobussen bereits seit Längerem im Einsatz.

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