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#mehrAchtung: Bundesweite Kampagne für mehr Respekt im ÖPNV

Neue Kampagne von Bund, Bahn und Verkehrsbranche wirbt für mehr Respekt und Sicherheit für Mitarbeitende in Bussen und Bahnen.

Mit der Kampagne #mehrAchtung setzen das Bundesverkehrsministerium (BMV), die Deutsche Bahn (DB) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt im öffentlichen Personenverkehr. Vier Plakatmotive sind ab sofort bundesweit in Zügen, an Bahnhöfen und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu sehen. Sie appellieren an Fahrgäste, respektvoll mit Mitarbeitenden umzugehen. Anlass sind die zuletzt gestiegenen Übergriffe auf Beschäftigte, unter anderem der tödliche Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Çalar.

Ein zentrales Motiv trägt den Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch für alle in Uniform.“ Die Kampagne richtet sich an alle Fahrgäste und soll zu mehr Rücksicht, Anstand und Respekt beitragen. Unterstützt wird sie auch vom Konzernbetriebsrat der DB.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärte: „Ich bin immer noch traurig und schockiert über den Tod von Serkan Çalar.“ Die Kampagne solle deutlich machen, dass Beleidigungen und Angriffe gegen Mitarbeitende nicht hinnehmbar sind.

#mehrAchtung ist Teil des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“, den die DB nach dem Vorfall gemeinsam mit Bund, Ländern, Gewerkschaften und der Verkehrsbranche beschlossen hat. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder gestartet. Dazu zählt der verstärkte Einsatz von Bodycams. Konzernweit sind rund 2000 Geräte im Einsatz. Noch 2026 sollen alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt, die dies wünschen, damit ausgestattet werden. Zusätzlich plant die DB, ab dem dritten Quartal 2026 Audioaufzeichnungen testweise einzuführen, um die deeskalierende Wirkung zu erhöhen.

Auch beim Personal baut die DB nach eigenen Angaben die Sicherheit aus. Die Zahl der Sicherheitskräfte stieg innerhalb eines Jahres von 4.500 auf 5.000. Im Nahverkehr läuft zudem ein Pilotprojekt zur Doppelbesetzung, das je nach Strecke und Gefährdungslage auch den Einsatz von Sicherheitspersonal vorsieht. Ergänzend erweitert die DB ihre Deeskalations- und Verhaltenstrainings durch ein neues E‑Learning-Angebot für alle Mitarbeitenden.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

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