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Fahrplanwechsel 2025: Mehr Verbindungen in Baden-Württemberg

Ab 14. Dezember bringt der Fahrplanwechsel neue Direktverbindungen, dichtere Takte und mehr Kapazität im Regionalverkehr.

Am 14. Dezember 2025 tritt der europaweite Fahrplanwechsel in Kraft. Für Baden-Württemberg bedeutet das mehr und schnellere Verbindungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Besonders profitieren Fahrgäste in der Region Rhein-Neckar und auf der reaktivierten Hermann-Hesse-Bahn. Auch 2026 wird das Land das Schienennetz weiter ausbauen, modernisieren und digitalisieren.

Mehr Angebot als je zuvor

Die Regionalzüge und S-Bahnen in Baden-Württemberg fahren 2026 rund 103 Millionen Zugkilometer – ein neuer Höchstwert. Vom Land bestellte Züge leisten davon 87,8 Millionen Kilometer. Verkehrsminister Winfried Hermann betont: „Mit dem neuen Fahrplan bieten wir mehr Direktverbindungen, dichtere Takte und zusätzlichen Platz. Die großen Verbesserungen folgen, wenn die Deutsche Bahn die Infrastruktur bereitstellt und Stuttgart 21 in Betrieb geht.“

Baustellen für die Zukunft

Die Modernisierung des Netzes bleibt zentral. Jahrzehntelange Versäumnisse erfordern umfangreiche Bauarbeiten, die zu Einschränkungen führen. „Zuverlässigkeit und Qualität haben für uns oberste Priorität“, so Hermann. Stuttgart wird mit dem Digitalen Knoten eine Vorreiterrolle übernehmen. Digitale Technik ermöglicht kürzere Zugabstände, mehr Kapazität und höhere Pünktlichkeit. Das Land fordert von allen Beteiligten frühzeitige Informationen und verlässlichen Ersatzverkehr.

Neue Verbindungen und Takte

  • Hermann-Hesse-Bahn: Anfang 2026 startet der Betrieb auf der reaktivierten Strecke zwischen Calw und Weil der Stadt mit batterieelektrischen Zügen im Stundentakt. Anschluss an die S-Bahn Richtung Stuttgart ist gesichert.
  • S-Bahn Rhein-Neckar: Neue Direktverbindungen und Linienänderungen verbessern die Anbindung. Die S6 fährt künftig von Mainz über Mannheim bis Karlsruhe. Weitere Anpassungen betreffen die Linien S5, S7, S8, S9 und S10.
  • Ermstalbahn: Zwischen Tübingen und Bad Urach gilt montags bis freitags ein durchgehender Halbstundentakt.
  • Südliches Rheintal: Ab Fahrplanwechsel nahezu durchgängiger Halbstundentakt südlich von Freiburg. RE 7 und RB 27 fahren im Wechsel. Anfang 2026 folgt eine Kapazitätsoffensive für Wochenenden.
  • Europabahn: Zusätzliche Kapazitäten zwischen Offenburg und Kehl während des Straßburger Weihnachtsmarkts. Ab März 2026 sollen neue Fahrzeuge auch bis Straßburger fahren.
  • ICE-Sprinter Stuttgart–Berlin: Neue Direktverbindung in 4:45 Stunden, rund eine Stunde schneller als bisher. Zwischenhalt nur in Nürnberg.

Mit diesen Maßnahmen stärkt Baden-Württemberg den klimafreundlichen Bahnverkehr und schafft die Grundlage für ein zuverlässiges, zukunftsfähiges Angebot.

Weitere Veränderungen nach Regionen

Durch Anpassungen im Fahrplan des Fernverkehrs ergeben sich für die Rhein-Neckar-Region Verbesserungen für das S-Bahn-Netz, einschließlich Direktverbindungen und Linienänderungen:

  • Die S6 der S-Bahn Rhein-Neckar verkehrt künftig von Mainz nach Mannheim und wird über Graben-Neudorf nach Karlsruhe durchgebunden – damit entstehen unter anderem die Direktverbindungen zwischen Worms und Schwetzingen sowie zwischen Hockenheim und Ludwigshafen.
  • Der bisherige Abschnitt der S6 von Mannheim nach Bensheim fährt künftig als S5 von Bensheim über Mannheim nach Mainz und zurück.
  • Die bisherige S5 von Heidelberg nach Eppingen heißt künftig S7.
  • Die S51 von Heidelberg nach Aglasterhausen wird zur S8.
  • Die bisherige S8 von Mannheim Hbf über Mannheim-Käfertal nach Biblis wird künftig von der S10 befahren.
  • Die S9 kann nun dauerhaft von Groß-Rohrheim über Mannheim nach Karlsruhe durchgebunden werden.

Aufgrund von Änderungen beim Fernverkehr muss das Kuppeln und Flügeln bei der RB 67/68 in Neu-Edingen/Friedrichsfeld aus Zeitgründen entfallen. Da beide Fahrzeuge nun von und nach Heidelberg und Wiesloch/Walldorf durchlaufen, ergibt sich in dieser nachfragestarken Verbindung auch ein höheres Sitzplatzangebot.

Für die Relation von Neu Edingen/Friedrichsfeld nach Schwetzingen/Hockenheim wird ein eigenes Fahrzeug eingesetzt.

Die RB vom Frankfurt ab 17.34 Uhr wird zum RE und fährt im RE-Takt mit den RE-Takthalten Mannheim Hbf um 18.45 Uhr an. Dadurch entsteht eine Beschleunigung um 20 Minuten.

Mannheim – Frankfurt

Aufgrund der geänderten ICE-Fahrzeiten muss beim RE 70 der Halt MA-Waldhof und der Halt in Mörfelden entfallen. Es bestehen alternative Verbindungen mit der S9 und der S10.

Mannheim – Heidelberg

Zwei SÜWEX-Zugfahrten (RE 1/14) werden von und nach Heidelberg verlängert (Heidelberg an 6.58 Uhr/ab 7.22 Uhr und Heidelberg an 15:33 Uhr/ab 16.21 Uhr).

Bruchsal – Graben-Neudorf – Germersheim

  • Änderung des Zwischentakts der S33, um die Anschlüsse an/aus S9 zu verbessern:
  • Bruchsal ab Minute 10 – Graben-Neudorf an Minute 20, Graben-Neudorf ab Minute 36 – Bruchsal an Minute 47

Heidelberg – Karlsruhe

Der RE 73 Heidelberg Hbf ab 19.05 Uhr hält nun täglich in Bad-Schönborn-Kronau

Germersheim - Wörth (Rhein) -Karlsruhe

  • S51 frühere Lage Samstag 4.30 Uhr ab Germersheim neu als S52 über Karlsruhe West und Hbf Vorplatz zum Marktplatz.
  • S51 neu ab Karlsruhe -Marktplatz (ab 5.30 Uhr) bis Germersheim
  • S52 zusätzliche Zugpaare
  • Zwei zusätzliche Zugpaare der Linie S52: 12.37 und 14.37 Uhr ab KA-Marktplatz nach Germersheim und 13.26 und 15.26 Uhr ab Germersheim nach KA-Marktplatz.
  • Die S3 im Abschnitt Germersheim-Wörth-Karlsruhe wird ab 07. Februar 2026 auf einen Einstundentakt an Samstagen und Sonn- und Feiertagen ausgeweitet.

Bad Krozingen – Münstertal

Durch die geänderten Lagen der Züge auf der Rheintalbahn haben nun wieder alle Züge der Münstertalbahn Anschluss von und nach Freiburg und Müllheim – Basel.

Villingen/Seebrugg – Titisee – Freiburg – Breisach/Endingen

Geprüft wird die Ausweitung des Halbstundentaktes der Breisgau-S-Bahn auf der Ost-West-Achse bis in die Abendstunden. Dies war auch eine Forderung von Fahrgastverbänden und aus der Fahrgastbeteiligung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW).

Basel – Waldshut – Singen und Waldshut – Stühlingen - Weizen

Ab April 2026 beginnen die Elektrifizierungsarbeiten an der Hochrheinstrecke 730. Gleichzeitig wird die Infrastruktur der im Landkreis Waldshut abzweigenden Wutachtalbahn 737 für die Vollreaktivierung mit einem stündlichen Zugverkehr ertüchtigt. Alle Arbeiten, die zusätzlich zur Elektrifizierung, unter anderem die Absenkung von Tunnelbauwerken, den Komplettumbau des Bahnhofes Waldshut, die Einrichtung zusätzlicher Kreuzungsmöglichkeiten im Abschnitt Waldshut – Erzingen sowie auf der Wutachtalbahn umfassen, sollen Ende 2027 abgeschlossen sein.

Während der Bauzeit wird zwischen Rheinfelden, Waldshut und Erzingen ein umfangsreicher Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Dabei kommen auch Schnellbusse zum Einsatz. An diesen SEV wird der Zugverkehr zwischen Basel und Rheinfelden angepasst. Auch östlich von Erzingen findet regulärer Zugverkehr statt.

Radolfzell – Friedrichshafen

Zur Betriebsstabilisierung werden einzelne Züge aus Richtung Radolfzell in Friedrichshafen Stadt enden und verkehren nicht weiter zum Hafenbahnhof. Ab Friedrichshafen Stadt verkehren weiterhin die Züge der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) sowie diverse Stadtbuslinien.

Rottweil – Villingen – Bräunlingen

Für 2026 ist auf der RB 42 (Ringzug) an Wochenenden eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten geplant. Damit wollen das Land und die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG)/Hohenzollerische Landesbahn auf die erfreulich gewachsene Nachfrage und Wünsche aus der NVBW-Fahrgastbeteiligung reagieren

Stuttgart – Ulm

Auf den Linien RE 5 und MEX 16 kommt es durch geänderte Lagen des Fernverkehrs zu Verschiebungen im Minutenbereich.

Stuttgart – Plochingen – Reutlingen – Tübingen

Die Linie RE 6a/b fährt zukünftig aufgrund geänderter Fernverkehrslagen in Stuttgart Hbf zur Minute 7 ab und kommt zur Minute 53 an. Die Zeiten im weiteren Linienverlauf sind unverändert. Die Linie RE 6 erhält aus gleichem Grund Änderungen im Minutenbereich.

Heidelberg – Bruchsal – Mühlacker

Aufgrund geänderter Lagen des Fernverkehrs kann das Flügelkonzept auf dem bisherigen MEX 17a/c nicht fortgeführt werden. Das Fahrplanangebot bleibt grundsätzlich das gleiche, wird dann aber mit einer durchgehenden Linie MEX 17 (Karlsruhe –) Pforzheim – Bietigheim-Bissingen (– Stuttgart) und einer Linie RB 71 Bruchsal – Bretten – Mühlacker erbracht. In Mühlacker besteht jeweils Anschluss zwischen den bislang im Flügelkonzept betriebenen Linien.

Der RE 71 hat aus gleichem Grund Fahrzeitänderungen von/nach Mühlacker. Diese Fahrzeitänderungen haben zur Folge, dass sich in der Relation Stuttgart – Bretten bei Nutzung des RE 71 die Umsteigezeit in Mühlacker um circa fünf Minuten verkürzt und damit auch die Fahrzeit Stuttgart – Bretten, während sich in der Gegenrichtung die Fahrzeit Bretten – Stuttgart bei Nutzung von RE 71 und IC um circa fünf Minuten verlängert.

Crailsheim – Bad Mergentheim – Lauda – Wertheim

Das aus dem Jahr 2025 bekannte Fahrplankonzept mit den Haltausfällen in Igersheim, Markelsheim und Elpersheim wird auch im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. An den genannten Halten kann aufgrund von Bauarbeiten zwischen Montag bis Samstag ab circa acht Uhr nicht angehalten werden, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Diese Baumaßnahme wird voraussichtlich zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2026 abgeschlossen sein. Das Betriebskonzept ab diesem Zeitpunkt befindet sich derzeit noch in der Ausplanung.

Stuttgart – Heilbronn – Lauda – Würzburg

Wir bereiten uns weiter auf die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 vor. Daher kommen aufgrund der Umrüstung der Bestandsfahrzeuge auf das Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) Ersatzfahrzeuge des Typs Alstom/Bombardier Talent 3+ auf der Linie RE 8 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um moderne, klimatisierte, sechsteilige Triebzüge, die in etwa die gleiche Sitzplatzanzahl und Komfort wie die bisher eingesetzten Flirt 3 Fahrzeuge bieten.

Aufgrund geänderter Fahrlagen von Zügen der DB Fernverkehr AG muss die HVZ-Leistung des RE 8 19096 bereits 12 Minuten früher ab Stuttgart Hbf (neu: 17.30 Uhr) verkehren.

Nürnberg – Crailsheim – Backnang – Stuttgart

Aufgrund einer neuen Fernverkehrslage auf der Murrbahn sind Anpassungen in den Fahrzeiten einiger Regionalzüge notwendig (aufgeführt sind zeitliche Abweichungen über drei Minuten).

RE 90 muss neun Minuten früher (neu: 6.44 Uhr) ab Stuttgart verkehren, in Schwäbisch Hall-Hessental kommt diese Leistung zukünftig um 7.44 Uhr an. Die Abfahrt ab Schwäbisch Hall-Hessental erfolgt (wie im Fahrplan 2025) um 8.00 Uhr.

Durch angepasste Kreuzungen muss MEX 90 17512 bereits um 7.20 Uhr (fünf Minuten früher) ab Schwäbisch Hall-Hessental verkehren, ab Fornsbach verkehrt der Zug in der alten Fahrlage.

RE 90 erhält eine Überholung in Sulzbach, dafür muss ab Gaildorf West etwa zwei Minuten früher abgefahren werden. In Sulzbach findet die Abfahrt circa Minuten später (neu: 20.34 Uhr) statt. In Backnang ist zudem eine Standzeit von vier Minuten notwendig, sodass der Zug Stuttgart Hbf um 21.23 Uhr (statt 21.06 Uhr) erreicht.

Stuttgart – Schorndorf – Aalen – Crailsheim

Wir bereiten uns weiter auf die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 vor. Daher kommen aufgrund der Umrüstung der Bestandsfahrzeuge auf das Zugsicherungssystem ETCS ab Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Ersatzfahrzeuge des Typs Siemens Mireo auf der Linie MEX 13 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um moderne, klimatisierte, dreiteilige Triebzüge, die teilweise auch in Dreifachtraktion unterwegs sein werden.

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Schlagwörter: BahnSPNVFahrpläne

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