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Einsatz für grenzüberschreitendes EU-Testfeld in Karlsruhe

EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen und Verkehrsminister Winfried Hermann besuchten gemeinsam das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW).

Am 7. Juli 2025 besuchte EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg TAF BW in Karlsruhe gemeinsam mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann. „Autonom fahrende Shuttlebusse bieten im öffentlichen Verkehr neue Möglichkeiten. Sie können in Zukunft dabei helfen, ländliche Regionen und Orte in Randzeiten besser anzubinden. Wenn wir beim Einsatz dieser neuen Technologie einen eigenständigen Weg gehen wollen, muss und kann Europa die Innovationskraft für das autonome Fahren bündeln und die Zukunftstechnologie länderübergreifend voranbringen. Ansonsten werden wir im internationalen Wettbewerb mit den USA und asiatischen Playern abgehängt“, sagte Verkehrsminister Hermann anlässlich des Besuchs hohen Besuchs. Testumgebungen wie das TAF BW in Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn komme dabei eine wichtige Bedeutung zu. „Dort wird beispielsweise anhand von realen Daten geforscht, wie das autonome Fahren noch sicherer und effizienter werden kann“, so der Minister.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich Minister Hermann bereits früher auf EU-Ebene für ein grenzübergreifendes EU-Testfeld in Karlsruhe starkgemacht. Baden-Württemberg bietet mit seinem starken Automotive-Cluster, seiner exzellenten Forschungslandschaft, seiner jahrelangen Expertise im Testfeld für automatisiertes und vernetztes Fahren TAF BW sowie mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft zu Frankreich die besten Voraussetzungen für ein solches europäisches Testfeld.

Voraussetzungen auf europäischer Ebene schaffen

Die Landesregierung fordert nun, dass auch auf europäischer Ebene die Voraussetzungen geschaffen werden. Bisher fehlen verbindliche Regeln für den grenzüberschreitenden Betrieb, einschließlich der realen Erprobung im öffentlichen Raum. Verkehrsminister Hermann betonte: „Der Action Plan der EU-Kommission ist ein guter Anfang, muss aber auch seitens der Kommission und der Regionen mit Leben gefüllt werden, damit wir zu den internationalen Vorreitern aufschließen können und die technologische Unabhängigkeit behalten. Damit wir am Ball bleiben können, brauchen wir aber auch den Rückenwind aus Brüssel. Es freut mich, dass wir EU-Vizepräsidentin Virkkunen heute unsere ausgezeichnete Testumgebung zeigen konnten.“

Bei ihrem Besuch am FZI Forschungszentrum Informatik, das die wissenschaftliche Leitung für Konzeption, Planung und Ausbau des Testfelds innehat, fuhr die EU-Vizepräsidentin selbst mit einem autonomen FZI-Forschungsfahrzeug durch das Baden-Württemberger Reallabor. 

Baden-Württemberg gehört zu den Vorreitern beim autonomen Fahren

Baden-Württemberg gehört zu den Vorreitern beim autonomen Fahren in Deutschland. Rund 25 Millionen Euro hat allein das Verkehrsministerium seit 2016 in Forschung, Testbetriebe und Umsetzung investiert. Dabei entstehen konkrete Anwendungen, wie fahrerlose Shuttles im Nahverkehr oder digitale Testfelder mit Echtzeitdaten. Die Fahrzeuge fahren bereits heute mit Begleitpersonal auf öffentlichen Straßen, beispielsweise in Projekten wie dem Reallabor für den Automatisierten Busbetrieb (RABus) in Mannheim und Friedrichshafen.

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Schlagwörter: Autonomes Fahren

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