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Deutschlandticket: Einnahmen sollen nach Postleitzahlen verteilt werden

Verkehrsministerkonferenz (VMK): Einnahmen aus dem Deutschlandticket sollen rückwirkend zum 1. September 2025 nach Postleitzahlen aufgeteilt werden.

Die Einnahmen aus dem Deutschlandticket werden ab September 2025 nach einem neuen Schlüssel verteilt: Bund und Länder haben beschlossen, die sogenannte Stufe 2 der Einnahmeaufteilung rückwirkend zum 1. September einzuführen. Künftig erfolgt die Verteilung der Ticket-Erlöse nach Postleitzahlen der Käufer:innen. Damit soll die tatsächliche Nutzung des Tickets besser abgebildet und die Einnahmen gerechter zwischen den Verkehrsunternehmen und Verbünden aufgeteilt werden.

Die Entscheidung fiel im Rahmen einer Sondersitzung der Verkehrsminister:innen am 18. September. Neben der neuen Verteilungslogik wurden weitere Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Deutschlandtickets beschlossen. Bund und Länder wollen das Ticket bis 2030 jährlich mit jeweils 1,5 Milliarden Euro fördern. Nicht genutzte Bundesmittel sollen künftig in die Folgejahre übertragbar sein. Eine bundesweite Werbekampagne soll insbesondere das Deutschlandticket Job bekannter machen und neue Kund:innen gewinnen.

Branche begrüßt die neue Regelung

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die Einführung der Stufe 2 als wichtigen Schritt hin zu einer leistungsgerechteren Einnahmeverteilung. „Allerdings müssen die Beschlüsse aus der Sonder-VMK nun auch Eingang in den Gesetzentwurf des Bundes zur 11. Änderung des Regionalisierungsgesetzes finden. Erst dann haben wir und unsere Kundinnen und Kunden die nötige Gewissheit“, erklärte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Doch es gibt auch Kritikpunkte seitens des Branchenverbandes: „Warum nicht das ganze Jahr 2025 in dieser Logik abgerechnet wird, erschließt sich uns nicht“, so Wolff.

Auch bei der konkreten Abrechnung sieht der VDV weiteren Klärungsbedarf. Für 2025 sei der Ausgleich der Einnahmeverluste durch die öffentliche Hand geregelt. Für 2026 planen die Länder eine Pauschalierung. Der VDV fordert, dass diese so ausgestaltet wird, dass Verkehrsunternehmen in allen Bundesländern vollständig entschädigt werden. Eine unausgewogene Verteilung dürfe es nicht geben.

Die Umsetzung der neuen Einnahmeverteilung ist ein zentraler Schritt, um das Deutschlandticket dauerhaft tragfähig zu gestalten. Eine faire Verteilung der Mittel stärkt die Verkehrsunternehmen und schafft Planungssicherheit – auch im Sinne einer klimafreundlichen Mobilitätswende. 

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