Seit dem Start im Mai 2025 wird der VVS‑Rider im Schwäbischen Wald und im Raum Winnenden zunehmend genutzt. Eine Auswertung von Rems‑Murr‑Kreis und Verkehrs‑ und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zeigt steigende Fahrgastzahlen, gute Auslastungswerte und eine hohe Zufriedenheit der Nutzer:innen. Das On‑Demand‑Angebot ergänzt Bus und Bahn insbesondere in den Abend‑ und Nachtstunden sowie in ländlich geprägten Räumen.
„Die Entwicklung im Rems‑Murr‑Kreis beweist: Flexible Angebote wie der VVS‑Rider werden im Alltag gebraucht und gut angenommen. Sie ergänzen den klassischen Linienverkehr genau dort, wo zusätzliche Mobilität gefragt ist“, sagt VVS‑Geschäftsführerin Cornelia Christian.
Schwäbischer Wald: überdurchschnittliche Auslastung
Im Schwäbischen Wald ist der VVS‑Rider seit Mai 2025 in Welzheim, Kaisersbach und Alfdorf im Einsatz. Das Angebot steht täglich von 18:00 Uhr bis 00:30 Uhr zur Verfügung. Inzwischen werden rund 400 Fahrgäste pro Monat befördert, bei einer durchschnittlichen Fahrtdistanz von 6,2 Kilometern. Mit 2,5 Fahrgästen pro Betriebsstunde liegt die Auslastung deutlich über dem verbundweiten Durchschnitt von 1,8.
Winnenden: starkes Angebot im Nachtverkehr
Im Raum Winnenden können Fahrgäste den VVS‑Rider in Leutenbach, Winnenden, Berglen sowie in Buoch, einem Ortsteil von Remshalden, nutzen. Montags bis freitags ist er von 21:30 Uhr bis 01:30 Uhr buchbar, an Wochenenden und Feiertagen bis 06:00 Uhr. Im Dezember 2025 nutzten rund 520 Fahrgäste das Angebot. Die Auslastung lag bei etwa 3,75 Fahrgästen pro Stunde und damit über dem Niveau vieler klassischer Nachtverkehre.
Gute Verknüpfung mit Bus und Bahn
Der VVS‑Rider wird häufig als Zubringer zu Bus und Bahn genutzt, etwa am Busbahnhof Welzheim oder am Bahnhof Winnenden. Damit schließt das Angebot gezielt Lücken im Linienverkehr und verbessert die Erreichbarkeit in der Fläche. Durch die Ergänzung des bestehenden öffentlichen Personennahverkehrs stärkt der Rider auch klimafreundliche Mobilität.
Die Qualität des Angebots wird von den Fahrgästen sehr positiv bewertet: Im Durchschnitt erhält der VVS‑Rider im Rems‑Murr‑Kreis 4,9 von 5 Sternen. Buchung und Bezahlung erfolgen per App. Die durchschnittlichen Laufwege zu den virtuellen Haltepunkten liegen bei rund 70 bis 75 Metern, die Wartezeiten bei etwa zwölf bis 13 Minuten.
„Durch die Bündelung von Fahrtwünschen werden die Fahrzeuge effizient eingesetzt und optimal ausgelastet. Wir sind stolz, dass wir mit dem VVS‑Rider einen On‑Demand‑Service bieten, der geschätzt wird – vor allem in dünner besiedelten Regionen oder zu Zeiten mit geringerer Nachfrage“, sagt VVS‑Geschäftsführer Dr. Jan Neidhardt.
Der VVS‑Rider kann mit allen gültigen VVS‑Tickets genutzt werden, auch mit dem Deutschlandticket, sofern dieses im jeweiligen Bediengebiet gilt.
