Was im April 2023 mit dem ersten Planeinsatz zur Bundesgartenschau in Mannheim begann, war der Auftakt für eine neue Fahrzeuggeneration: die Rhein-Neckar-Tram (RNT). Sie ist das erste Stadtbahnfahrzeug, das im gesamten Verkehrsnetz der rnv eingesetzt werden kann. Damit werden die bisherigen unterschiedlichen Fahrzeugtypen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen schrittweise ersetzt.
„Mit der Rhein-Neckar-Tram als neuer einheitlicher Fahrzeugkategorie profitieren die kommunalen Gesellschafter von den Synergien bei der Fahrzeugbeschaffung, bei der Wartung sowie von ihrer flexiblen Einsatzfähigkeit. Jetzt gewinnen auch die Fahrgäste im gesamten Verkehrsgebiet der rnv durch neue Maßstäbe bei der Leistungsfähigkeit, bei der Barrierefreiheit und beim Reisekomfort“, betont Raoul Schmidt-Lamontain, Aufsichtsratsvorsitzender der rnv und Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität der Stadt Heidelberg.
Die Einführung der RNT erfolgt schrittweise: Nach dem Start auf Mannheimer Linien sind die neuen Bahnen inzwischen auch in Ludwigshafen und Heidelberg unterwegs. Seit September 2025 verkehren sie auf allen Heidelberger Linien und erstmals im regionalen Zubringerverkehr des Bad Dürkheimer Wurstmarkts. Damit ist das neue Flaggschiff der rnv nun von der Bergstraße bis zur Weinstraße täglich im Einsatz.
„Mit der größten Investition in unserer Unternehmensgeschichte sind wir bestens aufgestellt für steigende Fahrgastzahlen und den weiteren Ausbau des Streckennetzes. Die neuen Bahnen ermöglichen Dank ihrer universellen Einsatzmöglichkeiten im gesamten, rund 210 Kilometer langen, Schienennetz der rnv, dass unsere Region erfahrbar und sichtbar noch stärker zusammenwächst“, so Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv.
Die Ausschreibung für zunächst 80 Fahrzeuge gewann der tschechische Hersteller Škoda. Geliefert werden Bahnen in drei Längenklassen (30, 40 und 60 Meter), abgestimmt auf unterschiedliche Fahrgastzahlen. Als Zweirichtungsfahrzeuge mit Türen auf beiden Seiten können sie flexibel auf allen Strecken eingesetzt werden.
„Es macht uns stolz, die gemeinsam mit der rnv entwickelten Fahrzeuge auf immer mehr Strecken in der Rhein-Neckar-Region im Einsatz zu sehen. Mit Tatkraft und Freude stehen wir im Zuge der weiteren Fertigung und Auslieferung unserem Partner vor Ort zur Verfügung“, sagt Jan Christoph Harder, President Region West und Nord der Škoda Group.
Die rnv hat die Option auf weitere 34 Bahnen gezogen. Insgesamt sollen bis Ende 2026 alle Fahrzeuge ausgeliefert sein – ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige, barrierefreie und klimafreundliche Mobilität in der Metropolregion Rhein-Neckar.
