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Hohe Fahrgastzahlen am Bodensee

Die Bodensee-Region kann sich auch dank Verbindungen über die Ländergrenzen hinweg über Rekordzahlen in der Bahn, auf dem Wasser und der Straße freuen.

Die Bodenseeregion verzeichnet steigende Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr. Sowohl Bahnangebote als auch Fähren werden deutlich häufiger genutzt als in den vergangenen Jahren. 2025 reisten mehr als 25.000 Personen mit einer Tageskarte durch die Region – rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Die wachsende Nachfrage zeigt sich nicht nur in Deutschland: Auch im österreichischen Vorarlberg und der Schweiz nutzen immer mehr Fahrgäste die grenzüberschreitenden Angebote. Die 4 Länder Mobil GmbH sieht darin eine Bestätigung der länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bundesländern und Kantonen im Rahmen der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK).

Mehr als 32.000 Bodensee-Tickets verkauft

Neben einem besseren Verkehrsangebot erleichtern abgestimmte Tarife und eine verlässlichere Fahrgastinformation das Reisen über Ländergrenzen hinweg. Insgesamt wurden 2025 32.255 Bodensee-Tickets verkauft. Davon etwa 12.000 in der Schweiz und 5.000 im Vorarlberg. Dort stieg der Verkauf gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent. Im Juli 2026 wurden in der Schweiz erstmals mehr als 2.000 Tickets innerhalb eines Monats verkauft – ein neuer Rekordwert. Zu dieser Entwicklung tragen neben gezieltem Marketing auch Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs in verschiedenen Regionen bei, darunter Kreuzlingen, Frauenfeld und Schaffhausen.

Das Bodensee-Ticket gilt in einer Region mit rund 2,3 Millionen Einwohner. Hinzu kommen jährlich bis zu 70 Millionen Tagesgäste. Auch sie nutzen den öffentlichen Verkehr zunehmend als Alternative zu Staus und der Parkplatzsuche. So wurden Gästekarten wie die Echt Bodensee Card oder die Bodensee Card West 2025 rund 25 Prozent häufiger genutzt als im Vorjahr. Zu den beliebten Reisezielen gehören St. Gallen, der Bregenzerwald, das Appenzellerland und der Rheinfall.

Jean-Christophe Thieke, Geschäftsleiter der 4 Länder Mobil GmbH, erklärt die positive Entwicklung mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Der Erfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Verkehrsunternehmen, Tarifverbünden, Behörden sowie Partnern aus Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft. Entscheidend ist ein verlässliches ÖV-Gesamtnetz über die Grenzen hinweg bis tief in die beteiligten Regionen hinein.“

Fahrgastinformation über Grenzen hinweg verbessern

Anschlüsse und Verbindungen wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Dazu zählen insbesondere Bauarbeiten und Streckensperrungen sowie die rechtzeitige und grenzüberschreitende Information der Fahrgäste darüber.

Seit Juni 2026 hat sich die Reiseinformation weiter verbessert: Der Fahrplan der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg ist inzwischen in den gängigen Apps der regionalen Verkehrsverbünde verfügbar. Dadurch können Fahrgäste die Fährverbindung leichter in ihre Reiseplanung einbeziehen.

Apps wie FAIRTIQ ermöglichen es Reisenden zudem, grenzüberschreitende Fahrten über ein gemeinsames Ticketingsystem abzurechnen. Der Fahrpreis wird dabei nach der Fahrt automatisch ermittelt. Seit 2026 gilt das Bodensee-Ticket außerdem auch in Liechtenstein.

Inhaber des Deutschlandtickets, einer BahnCard, des österreichischen KlimaTickets sowie weiterer regionaler Monats- und Zeitkarten können das Bodensee-Ticket zu einem ermäßigten Preis erwerben.

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