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Gesellschafterbeitritt: Der Karlsruher Verkehrsverbund wächst

Der Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE) tritt dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) bei. Die Tarifintegration ist für Dezember vorgesehen.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann hält den Vertrag hoch mit dem das Land Baden-Württemberg, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis dem KVV als Gesellschafter beiträten. Links und rechts von ihm stehen weitere Amtsträger:innen.

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wächst: Durch die Integration des VPE-Gebiets entsteht damit ein Verbundraum für knapp zwei Millionen Menschen auf über 4.000 Quadratkilometern – von der Pfalz bis vor die Tore Stuttgarts. Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis sind dafür als Gesellschafter in den KVV beigetreten.

Meilenstein für den Nahverkehr

Der Gesellschafterbeitritt wurde am 18. Dezember 2025 notariell beurkundet und markiert einen wichtigen Schritt für den Nahverkehr in der Region. Der Prozess begann im Februar 2025 mit einer Absichtserklärung und wurde innerhalb eines Jahres erfolgreich abgeschlossen. Mit der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. Januar 2026 hat die neue Verbundstruktur offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

Mehr Service und einfachere Strukturen

Mit der Erweiterung rückt die Region mehr zusammen: verbindliche Qualitätsstandards in der Kundenbetreuung, einheitliche Tarife im gesamten Gebiet sowie die Weiterentwicklung digitaler Mobilitätslösungen wie etwa der KVV.regiomove-App. 

Die Bedeutung des Zusammenschlusses wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz deutlich. Mit dem Beitritt des Landes Baden-Württemberg wird auch die Abstimmung zwischen Aufgabenträgern, Verbund und Landesebene weiter gestärkt. Verkehrsminister Winfried Hermann, der Karlsruher Oberbürgermeister und KVV-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Frank Mentrup, der Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch sowie KVV-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon stellten die nächsten Schritte vor.

„Die Einbindung des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE) in den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) bringt viele Vorteile für die Fahrgäste: Von Bad Herrenalb bis Vaihingen und von Bretten bis Renningen gibt`s einen besseren Service, einen professionelleren Vertrieb und modernere digitale Angebote“, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann. 

Es ist sinnvoll, dass sich die kleinen Verbünde den größeren anschließen. Denn kleinräumige Verbünde passen nicht zu den größeren Mobilitätsbedürfnissen von heute. Der gelungene Prozess zeigt auch: Wenn alle an einem Strang ziehen, gelingen Verbundzusammenschlüsse selbst in kurzer Zeit.“

Das bedeutet die Erweiterung für Fahrgäste 

Kurzfristig ändert sich nichts. Bestehende Tickets und Abonnements behalten im jeweiligen tariflichen Geltungsbereich ihre Gültigkeit. Die Harmonisierung von Tarifen, Vertrieb und Kundenservices erfolgt nach und nach. Der neue, einheitliche Tarif im erweiterten KVV-Gebiet ist derzeit für Dezember 2026 vorgesehen. Über konkrete Änderungen werden die Fahrgäste frühzeitig informiert.

Der weitere Prozess wird von den Gesellschaftern eng begleitet. Der KVV kann so einen modernen, verlässlichen und gut vernetzten öffentlichen Nahverkehrsraum im erweiterten Verbundgebiet bieten.

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