Im öffentlichen Nahverkehr Baden-Württembergs wird das Ticketsortiment zum 1. April 2026 deutlich vereinheitlicht. Dann bietet der bwtarif nur noch ein landesweites Tagesticket an: das Baden‑Württemberg‑Ticket. Ziel ist es, verbundüberschreitende Fahrten einfacher und für Fahrgäste transparenter zu machen. Bislang standen acht verschiedene Tagesticket‑Varianten zur Auswahl.
Mit der Sortimentbereinigung gehen Verbesserungen beim bestehenden Ticket einher. Künftig gilt das Baden‑Württemberg‑Ticket täglich von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetags – auch werktags. Damit entfällt der bisher notwendige Griff zum teureren bwTAG für Fahrten vor 9 Uhr. Der Preis sinkt zudem um einen Euro auf 27 Euro für eine Person. Bis zu fünf Personen können ein Ticket nutzen; bis zu drei Kinder zwischen sechs und 14 Jahren fahren weiterhin kostenfrei mit. Das Ticket gilt im gesamten Land sowie auf einzelnen Strecken darüber hinaus.
„Fahrgäste müssen künftig nicht mehr überlegen, welches Tagesticket passt“, sagt Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der Baden‑Württemberg‑Tarif GmbH. „Das Baden‑Württemberg‑Ticket ist unabhängig von Start, Ziel oder Uhrzeit gültig. Das erleichtert gerade Einsteigern den Zugang zum ÖPNV.“
MetropolTagesTicket für den Großraum Stuttgart und das RegioXTicket im Raum Karlsruhe entfallen
Mit der Einführung entfallen mehrere regionale Angebote: Das MetropolTagesTicket für den Großraum Stuttgart und das RegioXTicket im Raum Karlsruhe werden ebenso eingestellt wie deren ganztägig gültige PLUS‑Varianten. Wer nur in einem kleinen Gebiet unterwegs ist, kann weiterhin auf die Tagestickets der Verkehrsverbünde zurückgreifen; für verbundübergreifende Fahrten bleibt das Baden‑Württemberg‑Ticket jedoch die einfachste Lösung.
Die Tarifgesellschaft verfolgt mit der Neuordnung das Ziel, das System klarer und verständlicher zu gestalten. Bereits im Dezember 2025 waren die Regelungen zur Kindermitnahme vereinheitlicht worden.
Der bwtarif gilt seit 2018 für verbundüberschreitende Fahrten im Regional‑ und Nahverkehr. Er umfasst stets auch Stadt‑, Straßenbahnen und Busse am Start‑ und Zielort. Getragen wird die Tarifgesellschaft vom Land, dem Verband Region Stuttgart und den Eisenbahnunternehmen im baden‑württembergischen Schienenpersonennahverkehr.
