Autonom fahrende Shuttles und Busse können die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Deutschland deutlich steigern. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio. Erstmals berechnete sie Szenarien für einen flächendeckenden Einsatz autonomer Fahrzeuge im Jahr 2045. Die Ergebnisse deuten auf große Verbesserungen für Fahrgäste sowie auf weniger Verkehr in Städten und eine bessere Erreichbarkeit ländlicher Regionen hin.
Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ entstand gemeinsam mit ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat begleitete die Arbeit.
Frederik Ley, DB Regio, erklärt: „Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da.“ Den größten Nutzen sieht er in einem grundlegend weiterentwickelten, verknüpften ÖPNV mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und guten Anschlüssen zum Zug.
Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) betont die Bedeutung praktischer Erprobung. Knut Ringat sagt: „Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen.“

