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500.000 Fahrgäste für KVV.MyShuttle – wie ODV als fester Teil des ÖPNV etabliert werden kann

Der On-Demand-Verkehr KVV.MyShuttle feiert Meilenstein und entwickelt sich stetig weiter. Ab Dezember 2025 starten zwei neue Bediengebiete.

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) hat am 10. Juli 2025 einen wichtigen Meilenstein erreicht: Der 500.000ste Fahrgast nutzte den On-Demand-Verkehr (ODV) KVV.MyShuttle im Landkreis Karlsruhe. Zur Feier des Ereignisses wurde der Fahrgast mit einem Blumenstrauß und einer KVV-Fantasche begrüßt. Seit dem Start als Pilotprojekt im Jahr 2019 hat sich das flexible Mobilitätsangebot zu einem festen Bestandteil des regionalen ÖPNV entwickelt.

„KVV.MyShuttle ist ein Paradebeispiel dafür, wie moderner ÖPNV aussehen kann: flexibel, umweltfreundlich und kundenorientiert für die erste und letzte Meile der Reise“, sagte Prof. Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des KVV.

Effizient geplant: On-Demand im Linienbündel beim KVV

Der KVV integriert On-Demand-Verkehre wie MyShuttle konsequent in sogenannte Linienbündel – Ausschreibungseinheiten, die mehrere Linien umfassen und als verkehrlich eigenständige Einheiten organisiert sind. Der Vorteil: On-Demand-Angebote werden nicht isoliert geplant, sondern als Teil des regionalen ÖPNV mitgedacht. So entsteht ein abgestimmtes Gesamtkonzept, bei dem Fahrplanlücken gezielt durch flexible Verkehre in Schwachlastzeiten und kompakten Gebieten („Nahdistanz“) geschlossen werden.

Die Integration in Linienbündel reduziert den Planungs- und Ausschreibungsaufwand und ermöglicht eine wirtschaftliche Umsetzung. Neue MyShuttle-Angebote werden im Rahmen regelmäßiger Vergaben geprüft und lassen sich so systematisch ausbauen. Die Gesamtvergabe schafft Synergien, spart Kosten und erleichtert die Betriebsorganisation. Leistungsänderungen im Linien- oder On-Demand-Verkehr können flexibel innerhalb eines Bündels erfolgen. Die Verkehrsunternehmen als Auftragnehmer im Rahmen der Vergabe dürfen für die On-Demand-Verkehre beispielsweise lokale Taxi-Dienstleister als Subunternehmen beauftragen.

Die Strategie des KVV zielt auf ein skalierbares und übertragbares Modell. MyShuttle ist als serienreifer Bestandteil der Ausschreibungsprozesse etabliert und lässt sich auf weitere Aufgabenträger im Verbundgebiet anwenden. Die feste Einbindung in Verkehrsverträge mit in der Regel achtjähriger Laufzeit schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Neue Bediengebiete ab 15. Dezember 2025

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird das Angebot um zwei neue Gebiete erweitert: „Bretten und Gondelsheim“ sowie „Zentraler Kraichgau“. Der Betrieb erfolgt am Abend von 20:00 Uhr bis 00:30 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 02:30 Uhr. Für die Kund:innen entsteht ein wiedererkennbares Angebot: Mit Fahrzeugen im Pkw-Format und Branding im MyShuttle-Design. Die Shuttles können per App gebucht und zum üblichen ÖPNV-Tarif ohne Aufpreis genutzt werden.

Das Bediengebiet Bretten und Gondelsheim ist 85,6 km² groß und hat rund 34.700 Einwohner:innen in der Randzone um den Verdichtungsraum. Die MyShuttle-Fahrzeuge stellen dort Anschlüsse an 15 Schienenhaltepunkte her und ergänzen den Linienbusverkehr. Gondelsheim sowie die Teilorte von Bretten erhalten abends eine Direktanbindung an das Mittelzentrum Bretten. 

Das Gebiet Zentraler Kraichgau (87,8 km², ca. 23.000 Einwohner:innen) liegt im Übergang zwischen ländlichem Raum und Verdichtungsraum. 

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Schlagwörter: On-Demand-Verkehre

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