RVF ist Aufgabenträgerverbund

Ende April hat der Regio-Verkehrsverbund Freiburg auf seiner Aufsichtsratssitzung die Weiterentwicklung zum Aufgabenträgerverbund vertraglich fixiert.

Der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) hat die Weichen für die Zukunft gestellt: Bei der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch, dem 24. April, wurde der Zusammenschluss als Aufgabenträgerverbund vertraglich unterzeichnet. Aus dem bisherigen Unternehmensverbund wird nun ein Verbund, bei dem die Aufgabenträger – das sind die politischen Gebietskörperschaften – noch stärker in die Verantwortung für die Rahmenbedingungen im ÖPNV gehen. Die Verkehrsunternehmen setzen diese operativ auf Schiene und Straße um. Die neuen Partner in der RVF GmbH sind zum einen die Stadt Freiburg, die sich ihren 40-Prozent-Anteil mit der Freiburger Verkehrs AG (VAG) teilt. Und zum anderen die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie das Land Baden-Württemberg, die jeweils einen Anteil von 20 Prozent an der RVF GmbH haben. Die Zusammenarbeit der Partner regelt der unterzeichnete Grundvertrag. 

„Als Unternehmensverbund haben wir viel erreicht. Die Verkehrsunternehmen haben in den vergangenen Jahren enormes geleistet und den Verbund stetig weiterentwickelt. Laut dem Gesetz sind die Aufgabenträger aber inzwischen in einer anderen Rolle und haben deutlich mehr Verantwortlichkeiten was die Finanzierung und Organisation des Nahverkehrs betrifft. Dieser Entwicklung tragen wir nun Rechnung, um auch in Zukunft effizient zu sein und den Fahrgästen ein gutes Angebot an Bus und Bahn bieten zu können“, erklärt Oliver Benz, scheidender Aufsichtsratsvorsitzender des RVF. 

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn ist der frisch gewählte, neue Vorsitzender des RVF-Aufsichtsrats. Zur Umstrukturierung sagt Horn: „Es ist gut, dass alle Aufgabenträger nun gemeinsam im RVF vertreten sind und die Zusammenarbeit im Verbund organisieren. Die großen Themen betreffen uns alle gleichermaßen und wir wollen Synergien und kurze Entscheidungswege nutzen, um den öffentlichen Verkehr für die Bürgerinnen und Bürger noch besser zu gestalten. Auch Berthold Frieß, Ministerialdirektor des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, begrüßt die Restrukturierung: „Im Raum Freiburg war die Entwicklung des ÖPNV schon immer durch viel Dynamik, mutige Entscheidungen und vor allem ein sehr konstruktives Miteinander geprägt. Wir freuen uns, dass wir als Aufgabenträger für den Schienennahverkehr, nun Seite an Seite mit den regionalen Aufgabeträgern, den Nahverkehr in der Region weiter voranbringen können.“ 

Die Verkehrsunternehmen sollen auch in Zukunft eine starke Rolle im Verbund spielen. Die neue Struktur sieht dafür ein eigenes Organ vor: die Versammlung der Erlösverantwortlichen. In dieser sind die Verkehrsunternehmen und auch Aufgabenträger, die Verantwortung für die Einnahmen tragen, zusammengeschlossen. Sie entscheiden zum Beispiel über den Verbundtarif oder Fragen des Vertriebs. „Die Expertise der Bus- und Bahn-Unternehmen ist für das Gelingen des ÖPNV unverzichtbar. Im neuen Gremium bringen sie ihr Know-How ein und gestalten den Nahverkehr entscheidend mit“, erklärt Dorothee Koch, Geschäftsführerin des RVF.

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