Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg verfolgt das Ziel, Mobilität für alle Menschen gleichberechtigt zu gestalten – unabhängig von Alter, Einkommen, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Dabei stehen Aspekte wie Bezahlbarkeit, Barrierefreiheit, regionale Gleichwertigkeit, Zugang zu Bildung und Arbeit, Partizipation sowie Gesundheit im Fokus.
Verkehrsminister Winfried Hermann betont: „Wir wollen, dass jeder Mensch in Baden-Württemberg sicheren Zugang zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln hat. [...] Mobilität der einen darf nicht auf Kosten anderer gehen.“
Um die Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen, veranstaltet das Ministerium seit 2021 gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Bad Boll die Reihe „Mobilitätswende gerecht gestalten“. Eingeladen sind Verbände, soziale Initiativen und Kommunen. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für eine sozial gerechte und nachhaltige Mobilitätswende zu entwickeln.
Dr. Knapp vom Diakonischen Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V. erklärt: „Die Mobilitätswende ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele. [...] Mobilität ist ein Grundrecht.“ Dr. Lang von der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e. V. ergänzt: „Wer die Mobilitätswende will, muss sie sozial gestalten.“
Jährlich steht eine gesellschaftliche Gruppe im Mittelpunkt der Tagung:
- 2022: Kinder, Jugendliche und Familien
- 2023: Menschen mit Behinderung, Senior:innen
- 2024: Migrant:innen
- 2025: Menschen in Armutssituationen
Ein zentrales Ergebnis: Maßnahmen wie Barrierefreiheit kommen nicht nur einzelnen Gruppen zugute, sondern verbessern die Mobilität für viele – etwa für Familien mit Kinderwagen oder Radreisende.
Maßnahmen für mehr Teilhabe
Das Verkehrsministerium setzt bereits konkrete Schritte um:
- Das Landesmobilitätsgesetz berücksichtigt die Bedürfnisse junger Menschen bei Verkehrsplanungen.
- Es ermöglicht verstärkte Kontrollen gegen gefährdendes Verhalten wie Falschparken und wirkt auf sichere, getrennte Rad- und Fußwege.
- Im Bahnhofsmodernisierungsprogramm werden Stationen barrierefrei umgebaut und Aufenthaltsqualität verbessert.
- Verkehrsberuhigte Ortsmitten fördern aktive Mobilität und schaffen Begegnungsräume.
- Die App „Integreat“ bietet Migrant:innen mehrsprachige Informationen zur lokalen Mobilität.
Die Veranstaltungsreihe wird fortgeführt, um gemeinsam mit Verbänden und Kommunen weitere Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.
*https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
