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Hop-On/Hop-Off auf der Höri: Kultur erleben und Klima schützen

Mit dem Linienbus Kultur entdecken: Das Hop-On/Hop-Off-Konzept auf der Halbinsel Höri am Bodensee verbindet Tourismus und Klimaschutz.

Die Halbinsel Höri am Bodensee bietet seit 2025 ein innovatives Konzept für umweltfreundlichen Tourismus: Mit dem Linienbus 200 können Besucher:innen zwischen Radolfzell und Stein am Rhein bequem Kulturstätten erreichen – ganz ohne zusätzlichen Verkehr. Das Projekt „Hop-On/Hop-Off“ des Schwarzwaldvereins Öhningen-Höri e.V. ermöglicht es, 20 kulturelle Einrichtungen flexibel zu besuchen und steht daher unter dem Motto „Kulturgenuss mit Linienbus“. Wer ein Deutschlandticket, ein Baden-Württemberg-Ticket oder eine Gästekarte besitzt, fährt kostenlos. Für alle anderen kostet die Tageskarte maximal 6,40 Euro.

Die Idee entstand aus dem Wunsch, Natur und Klima zu schützen und gleichzeitig die Region erlebbar zu machen. „Das geht doch auch für alle und jederzeit“, lautete der Impuls bei einem Wanderführertreffen. Statt neuer Infrastruktur nutzt das Projekt bestehende Angebote: den Linienbus, Wanderwege und die vorhandenen Kulturstätten. So bleibt die Höri frei von zusätzlichem Verkehr – nicht einmal E-Bikes sind vorgesehen.

Die Umsetzung ist einfach: Mit der kostenlosen App „zeigmal“ oder einem Flyer aus den Tourist-Infos können Besucher:innen ihre Route planen. Die App bietet digitale Wegführung, Hintergrundinformationen und Hörtexte, die von Einheimischen und Expert:innen eingesprochen wurden. Wer nicht alle Stationen an einem Tag schafft, wählt eine der vorgeschlagenen Etappen. So lässt sich die Tour individuell gestalten – zu Fuß oder bequem per Bus.

Mit dem Klimaschutzpreis des Landkreises Konstanz ausgezeichnet

Das Konzept fördert „sanften Tourismus“ und wurde im Oktober 2025 mit dem Klimaschutzpreis des Landkreises Konstanz ausgezeichnet. „Das Projekt zeigt, wie bestehende touristische Angebote möglichst umweltschonend ohne Schaffung zusätzlicher infrastruktureller Aufwendungen zugänglich gemacht werden können“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Hinter dem Projekt stehen viele engagierte Menschen: Sylvia Hartmann koordinierte die Umsetzung, unterstützt von der Tourist-Info Gaienhofen, der App-Entwicklerin „zeigmal GmbH“ und zahlreichen Hörianer:innen. Finanziell half der REGIO e. V., denn die Kosten für die App wären für den Verein allein nicht tragbar gewesen.

Das Angebot ist jederzeit nutzbar, während der regulären Busfahrzeiten. Es eignet sich für Einzelpersonen und Gruppen, für digitale Nutzer:innen ebenso wie für Papierliebhaber:innen. Mit diesem Konzept verbindet die Höri Kulturgenuss, Klimaschutz und Erholung – ein Modell, das auch für andere Regionen interessant sein könnte.

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