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Fachaustausch für Gemeinschaftsverkehre

In der Veranstaltung am 15. Oktober 2026 in Ebersbach ging es um Ehrenamt und die Zukunft von Bürgerbussen. Mit dabei: Nicole Ravavi MdL.

Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi, MdL, würdigte beim Fachaustausch für Gemeinschaftsverkehre die Arbeit der Bürgerbusvereine: „Sie schließen Lücken im Verkehrsangebot, bringen Menschen zum Arzt, zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten und schenken ihnen damit ein Stück Lebensqualität. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir unsere Bürgerbusvereine auch künftig verlässlich unterstützen, bürokratische Hürden abbauen und ihnen den Rücken freihalten.“

60 Teilnehmer:innen aus Vereinen, Verwaltungen, Verkehrsverbünden, Verkehrsunternehmen und Verbänden begrüßte Bürgermeisterin Manuela Raichle zu Beginn des Fachaustausch für Gemeinschaftsverkehre im Rathaus Ebersbach an der Fils. Die Gäste tauschten sich über die Zukunft der Gemeinschaftsverkehre aus. Neben Ministerin Razavi und Bürgermeisterin Raichle waren mit den Landtagsabgeordneten Mariska Otto und Silke Gericke, die auch Präsidentin des Landesverbandes proBürgerBus Baden-Württemberg e. V. ist, zwei weitere Ehrengäste vor Ort. Nina Gemmrig und Dr. Martin Schiefelbusch von der NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg führten als Moderatorenduo durch den Tag. 

Ehrenamt zukunftsfähig gestalten

Wie bleiben Gemeinschaftsverkehre auch in zehn Jahren erfolgreich? Diese Frage beantwortete Anja Lothschütz von WerteWissenWandel in ihrem Vortrag „Gemeinschaftsverkehre zukunftsfähig gestalten“: Um neue Ehrenamtliche zu finden und zu halten, helfen klar beschriebene Aufgaben mit überschaubarem Zeitaufwand; Schnupperphasen und eine gute Einarbeitung erleichtern den Einstieg. Teamlösungen bieten die Möglichkeit, Leitungsaufgaben gemeinsam zu tragen. Digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz können bei Verwaltung und Kommunikation entlasten. Entscheidend seien der konkrete Bedarf und die Beteiligung der Engagierten.

 

In der Podiumsrunde „Praxis trifft Landesperspektive“ berichteten Vertreter lokaler Angebote aus ihrem Alltag. Mit Michael Öhmann, Referatsleiter im Verkehrsministerium, diskutierten sie Erfahrungen und Herausforderungen.

E-Bürgerbus: Reparieren und länger nutzen

Am Nachmittag stellte Prof. Dr.-Ing. Tobias Flämig von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart die Wiederherstellung eines E-Bürgerbusses vor. Am Beispiel der Batterie zeigte er, wie der Austausch einzelner defekter Zellen eine Reparatur ermöglicht. Verfügbare Ersatzteile, technische Dokumentation und zugängliche Messdaten sind dafür wesentlich. Sein Beitrag verdeutlichte, warum Reparierbarkeit und eine lange Nutzungsdauer bei Elektrofahrzeugen mitgedacht werden müssen. Mehr Infos zum Modellversuch „E-Bürgerbus“: Zukunftsnetzwerk ÖPNV | Modellversuch E-Bürgerbus. 

In drei Thementischen am Nachmittag diskutierten die Teilnehmer:innen relevante Fragstellungen zur Zukunft von Gemeinschaftsverkehren: Wie lassen sich Ehrenamtliche gewinnen und binden, welche Rahmenbedingungen und digitale Unterstützung benötigen Vereine und Kommunen und wie können Fahrzeugbeschaffung, Betrieb und Antriebswende gelingen?  Die gemeinsame Diskussion im Anschluss bot Raum, um Erfahrungen zu teilen und Ideen für die Praxis weiterzuentwickeln.

Der Sender Filstalwelle berichtet in einem Video von der Veranstaltung: Ebersbach: Bürgerbus feiert 20 Jahre gemeinschaftliches Engagement

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