Ergebnisse gefunden

Deutschlandticket kostet ab 2027 mehr

Ab Januar steigt der Monatspreis für das D-Ticket auf 66,80 Euro. Erstmals bestimmt ein Kostenindex die Preisanpassung.

Das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2027 monatlich 66,80 Euro statt bislang 63 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 3,80 Euro oder rund sechs Prozent. Den neuen Preis hat der Koordinierungsrat Deutschlandticket beschlossen. Auch die vergünstigten Varianten werden teurer: Das Jobticket kostet künftig 63,46 Euro vor Abzug des verpflichtenden Arbeitgeberzuschusses. Der monatliche Preis des Deutschland-Semestertickets steigt auf 40,08 Euro.

Steigende Kosten bei festen Zuschüssen

Die Verkehrsunternehmen begründen die Anpassung mit höheren Ausgaben für Personal, Energie und den laufenden Betrieb. Gleichzeitig bleiben die Zuschüsse von Bund und Ländern unverändert: Beide stellen jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro bereit, um Einnahmeausfälle durch das Deutschlandticket auszugleichen. Da diese Mittel nicht mit den Kosten steigen, müssen höhere Ausgaben auch über den Ticketpreis gedeckt werden.

Erstmals folgt die Preisberechnung einem festen Index. Die Verkehrsministerkonferenz hatte das Verfahren im März 2026 beschlossen. Die Gesellschaft D-Tix berechnet anhand statistischer Daten, wie sich Personal-, Energie- und allgemeine Kosten entwickeln. Dazu gewichtet sie die einzelnen Kostenarten und ermittelt den neuen Preis nach einer Formel. Der Index soll die bisherigen jährlichen politischen Verhandlungen über die Ticketpreise ersetzen. Damit sollen Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Verbünde früher Klarheit erhalten und besser planen können. 

VDV-Präsident Ingo Wortmann sagte zu der Preiserhöhung unter anderem: „Wir haben Verständnis dafür, dass eine Preiserhöhung in Zeiten steigender Verbraucherpreise für manche Fahrgäste schmerzhaft ist. Zugleich treffen die allgemeinen Kostensteigerungen auch die Verkehrsunternehmen hart. Sie können diese Mehrkosten nicht auffangen. [… Daher] müssen die Kostensteigerungen über den Ticketpreis ausgeglichen werden.“

Weitere Anpassungen möglich

Der Preisindex wird künftig jährlich neu berechnet. Ab der Berechnung für 2028 soll auch die Entwicklung der Abonnent:innenzahl berücksichtigt werden. Wächst der Nutzerkreis und steigen dadurch die Einnahmen, kann dies weitere Preiserhöhungen dämpfen.

Aktuell nutzen rund 14,5 Millionen Menschen das monatlich kündbare Abo für den bundesweiten Nah- und Regionalverkehr. Bei seiner Einführung im Mai 2023 kostete es 49 Euro. Nach Erhöhungen auf 58 Euro im Jahr 2025 und 63 Euro im Jahr 2026 liegt der neue Preis rund 36 Prozent über dem Ausgangswert.

Teilen

Newsletter

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Jetzt abonnieren