Dieses Bild zeigt drei Ausschnitte aus einem Video: Links die Reporterin Dorothée Frei-Stahl, in der Mitte einen weiß-gelb-schwarzen, fahrenden Regiobus und rechts einen Busfahrer im Fahrerstand. Außerdem ist folgender Text abgebildet: Regiobus. Linien, die verbinden. Oben rechts ist zudem das Logo des Zukunftsnetzwerk ÖPNV in weißer Farbe abgebildet.
Foto: NVBW

10 Jahre Regiobusförderung in Baden-Württemberg

Erfolgsmodell für eine engere Vernetzung im Land

Seit 2015 verbinden bwregiobusse ländliche Räume und schließen Lücken im Schienennetz – die Videoserie „Regiobus. Linien, die verbinden“ zeigt Erfolgsgeschichten.

Vor zehn Jahren startete das Land Baden-Württemberg das Förderprogramm „Regiobuslinien“. Dessen Ziel ist es, sinnvolle Ergänzungen zum Schienennetz zu schaffen und Regionen anzubinden, in denen keine Schieneninfrastruktur vorhanden ist. Damit konnte die dortige Lebensqualität verbessert und wirtschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Heute fahren 51 Regiobuslinien durch das Land – ein Erfolgsmodell für klimafreundliche und alltagstaugliche Mobilität.

Das Förderprogramm unterstützt mit finanzieller Beteiligung Landkreise dabei, bwregiobusse einzuführen oder bestehende Linien zu diesem Standard aufzuwerten. Die Busse leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilität in Baden-Württemberg, indem sie Lücken im Schienenverkehr schließen. Sie fahren von frühmorgens bis spätabends mindestens stündlich und erfüllen den hochwertigen Landesstandard.

Die NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und das Zukunftsnetzwerk ÖPNV stehen den Kommunen beratend zur Seite, die eine Regiobuslinie planen oder bereits betreiben. 

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Förderprogramms hat das Zukunftsnetzwerk ÖPNV mehrere inspirierende Videos produzieren lassen, die zeigen, wie gut Regiobuslinien funktionieren können: Dazu ist die Reporterin Dorothée Frei-Stahl in mehreren Regiobussen mitgefahren und hat mit den verantwortlichen Akteur:innen in der Verwaltung sowie Fahrer:innen und Fahrgästen vor Ort gesprochen. Sie berichtet von Erfolgsgeschichten und spürt hautnah, wie die Regiobuslinien Menschen und Orte verbinden. 

Ausgewählte Erfolgsgeschichten aus Baden-Württemberg

Landkreis Lörrach – grenzüberschreitende Regiobuslinie „FREUND“

Hier geht es zur Audiodeskription des Videos „Wie Regiobusse grenzüberschreitende Freundschaft in Lörrach fördern“ bei YouTube.

Seit Ende 2024 verbindet die Regiobuslinie 220 namens „FREUND“ den Landkreis Lörrach direkt mit dem internationalen Flughafen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg in Frankreich. Diese grenzüberschreitende Linie sorgt damit für eine engere Vernetzung der Menschen in der Grenzregion.  Zuvor mussten Reisende Umwege über die Schweiz nehmen – ein Paradebeispiel für eine Linie, die verbindet „Wir sind sehr zufrieden. Die Linie wird gut angenommen, die Zahlen steigen“, sagt Sonya Baron, Stabsstellenleitung Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Lörrach.

Die Finanzierung gelang durch eine Kombination aus Landesmitteln aus dem Regiobus-Förderprogramm und der EU-Förderung über Interreg. Das Video zur Linie „FREUND“ zeigt, wie grenzüberschreitende Mobilität in der Praxis funktioniert – komfortabel, klimafreundlich und mit echtem Mehrwert für die Region.

Landkreis Ravensburg – mehrere Regiobuslinien verbinden die Region

Hier geht es zur Audiodeskription des Videos „Viele Linien, ein System: Regiobus verbindet Menschen in Ravensburg“ bei YouTube.

Seit dem Jahr 2021 baut der Landkreis Ravensburg das eigene ÖPNV-Angebot massiv aus, um Einwohner:innen den Weg zur Arbeit, Schule, Ausbildung oder nach Hause zu erleichtern. Eckpfeiler der Strategie ist der bwregiobus: Vier geförderte Linien – S40, R41, R80, R90 – verlaufen inzwischen durch den Landkreis. Dazu kommen drei weitere Regiobus-Linien in Kooperation mit dem Bodenseekreis. Reporterin Dorothée ist mitgefahren und hat mit einem Busfahrer darüber gesprochen, wie das Angebot angenommen wird, und mit Fahrgästen über die Gründe dafür, dass sie das Angebot gerne nutzen. 

Auch Thomas Weiher von der Stabstelle Nachhaltige Mobilität des Landratsamtes Ravensburg kommt in dem Beitrag zu Wort: „Genug Linien kann es gar nicht geben“, sagt Weiher und verrät damit die Ambition, das ÖPNV-Angebot weiter auszubauen. Er erklärt aber auch: „Ohne die Förderung vom Land wäre [der Ausbau] in diesem Maßstab nicht möglich gewesen.“ 

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