Wer sich über mögliche Maßnahmen für eine nachhaltigere Mobilität in Städten und Gemeinden informieren möchte, wird in der einschlägigen Fachliteratur, in Leitfäden und auf Webseiten, bei Fachveranstaltungen und mittlerweile zunehmend auch im technischen Regelwerk reichlich fündig. Auch zu Fragen der Information und Beteiligung von Bürger:innen in Verkehrsplanungsprozessen liegen mittlerweile umfangreiche Erkenntnisse vor. Mit der ‚Governance‘ der Mobilitätswende durch Politik und Verwaltung, zumal auf kommunaler Ebene, beschäftigen sich dagegen bislang erst wenige Analysen und Studien.
Dieses Defizit war Anlass, auf der DECOMM (Deutsche Konferenz für Mobilitätsmanagement) am 11. Februar 2025 in Ludwigshafen am Rhein einen Workshop unter dem Titel „Kommunale Verkehrspolitik zur Mobilitätswende mitnehmen – Ideen und Handlungsansätze“ durchzuführen. Ziel des Workshops war es, Formate und pragmatische Instrumente zusammenzutragen, mit denen in Kommunen sach- und zielorientierte Meinungsbildungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse gefördert werden können. Rund 40 Teilnehmende aus Verwaltung, Planung, Beratung und Wissenschaft haben teilgenommen, ihre Praxiserfahrungen eingebracht und in dem Workshop Ideen und Handlungsansätze gesammelt – von Informationsformaten über Formen des informellen Austauschs bis hin zu Entscheidungsunterstützungstools.
Die Publikation
Für die vorliegende Handreichung wurden die Ergebnisse des DECOMM-Workshops aufbereitet und strukturiert sowie durch Erkenntnisse der Autor:innen aus eigenen Praxis- und Forschungsprojekten ergänzt. Ziel der Handreichung ist es, Praktiker:innen in Verwaltungen, Politik, Planungsbüros oder Interessenverbänden eine Ideensammlung an die Hand zu geben, mit welchen Maßnahmen und Handlungsansätzen typischen Hemmnissen in kommunalen Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen begegnet werden könnte. Sie versteht sich insofern nicht als Rezeptbuch, sondern in erster Linie als Inspirationsquelle und als Ausgangsbasis für die selbständige Lösungssuche bei Problemen und Hemmnissen in der eigenen Kommune. Der Fokus liegt dabei auf den Akteuren ‚Politik‘ und ‚Verwaltung‘ sowie deren Interaktion.
